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Bistum Osnabrück | Glauben kommt von fragen

Bistum Osnabrück | Glauben kommt von fragen

Wieso gibt es eine Osterkerze?

Veröffentlichung:22.3.2024

Die Folge des Kinderwissenspodcasts „Glauben kommt von Fragen“ beschäftigt sich mit der Frage, warum es eine Osterkerze gibt und welche Bedeutung sie im christlichen Glauben besitzt. Ausgangspunkt ist die Frage eines Kindes namens Till. Judith und der „elektrische Mönch“ erklären zunächst, wie eine Osterkerze aussieht. Sie ist groß, weiß und mit verschiedenen Zeichen verziert. Dazu gehören die Buchstaben Alpha und Omega, die für Anfang und Ende stehen, ein Kreuz, fünf rote Wachsnägel als Zeichen für die Wunden Jesu sowie die jeweilige Jahreszahl. Die Osterkerze wird als Zeichen für Christus verstanden und in der Osternacht erstmals entzündet. Besonders anschaulich beschreibt das Medium, wie die brennende Osterkerze in die dunkle Kirche getragen wird und die Mitfeiernden an ihr ihre eigenen Kerzen entzünden. So breitet sich das Licht im ganzen Kirchenraum aus. Dieses Geschehen wird als Symbol dafür gedeutet, dass Jesus Licht in die Dunkelheit bringt und Menschen dazu einlädt, einander zu lieben und füreinander da zu sein. Außerdem wird erklärt, dass die Osterkerze in der Osterzeit bis Pfingsten bei Gottesdiensten brennt und häufig auch bei Taufen verwendet wird. Die Folge geht zudem auf unterschiedliche Traditionen im Umgang mit älteren Osterkerzen sowie auf kleine Osterkerzen für den privaten Gebrauch ein. Abschließend wird die Osterkerze als zentrales christliches Symbol für Jesus Christus, Auferstehung, Hoffnung und Licht zusammengefasst.

Das Video ist eine Episode des Kinderwissenspodcasts „Glauben kommt von Fragen“ zum Thema Osterkerze. Ausgangspunkt ist die Kinderfrage: „Wieso gibt es eine Osterkerze?“ In anschaulicher Weise wird erklärt, wie die Osterkerze aussieht – groß, weiß, mit Kreuz, fünf roten Wachsnägeln (für die Wundmale Jesu), der aktuellen Jahreszahl sowie den griechischen Buchstaben Alpha und Omega als Zeichen für Christus, Anfang und Ende. Beschrieben wird ihr liturgischer Einsatz in der Osternacht: In eine dunkle Kirche wird die brennende Kerze hineingetragen, der Ruf „Lumen Christi“ erklingt, und das Licht verbreitet sich von der Osterkerze aus in der ganzen Kirche. Die Kerze steht symbolisch für Christus als Licht der Welt und wird besonders in der Osterzeit, bei Taufen und teils bei weiteren Gottesdiensten entzündet. Zudem wird ihre Verbindung zur Taufe und zur österlichen Hoffnung auf neues Leben thematisiert.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht in der Grundschule sowie für die unteren Jahrgangsstufen der Sekundarstufe. Es kann in Unterrichtseinheiten zu Ostern, Auferstehung, Jesus Christus, Kirchenjahr, Taufe, Symbolen, Licht und Dunkelheit sowie christlichen Festen eingesetzt werden. Durch die konkrete Frage nach einem sichtbaren Gegenstand aus dem Kirchenraum eröffnet die Folge einen anschaulichen Zugang zu einer theologischen Aussage, die für Lernende sonst leicht abstrakt bleiben kann.

Als Einstieg kann eine Osterkerze oder ein Bild davon gezeigt werden. Die Lernenden beschreiben zunächst nur, was sie sehen. Sie achten auf Größe, Farbe, Zeichen, Buchstaben, Jahreszahl und mögliche Verzierungen. Die Lehrkraft sammelt Vermutungen zur Bedeutung dieser Elemente. Erst danach wird das Medium eingesetzt. So entsteht ein entdeckender Zugang, bei dem die Lernenden ihre eigenen Beobachtungen mit den Erklärungen des Podcasts vergleichen können.

Ein geeigneter Beobachtungsauftrag besteht darin, dass die Lernenden während des Mediums alle Zeichen auf der Osterkerze notieren. Anschließend werden die Begriffe Alpha, Omega, Kreuz, fünf rote Wachsnägel und Jahreszahl gemeinsam geordnet und erklärt. Daraus kann ein beschriftetes Bild einer Osterkerze entstehen.

Ein zentraler didaktischer Schwerpunkt liegt auf der Lichtsymbolik. Das Medium beschreibt eindrücklich, wie die Osterkerze in die dunkle Kirche getragen wird und sich ihr Licht nach und nach auf viele kleinere Kerzen verteilt. Dieser Vorgang eignet sich hervorragend für symbolisches Lernen. Die Lernenden können überlegen, was Licht in verschiedenen Lebenssituationen bedeuten kann. Mögliche Begriffe sind Hoffnung, Sicherheit, Orientierung, Wärme, Freude, Leben und Nähe.

Methodisch kann eine Lichtmeditation eingesetzt werden. Eine Kerze wird in einem zunächst etwas abgedunkelten Raum entzündet. Die Lernenden beobachten still, wie sich die Wirkung des Raumes verändert. Anschließend beschreiben sie ihre Wahrnehmungen und Gefühle. Erst danach wird die christliche Deutung eingeführt: Die Osterkerze steht für Christus, der Licht in Dunkelheit und Hoffnung in Situationen von Angst und Trauer bringt.

Die Verbindung von Licht und Auferstehung kann anschließend vertieft werden. Die Lernenden beschäftigen sich mit der Aussage „Jesus hat den Tod besiegt“. Dabei sollte deutlich werden, dass diese Formulierung eine zentrale christliche Glaubensaussage ist. Die Osterkerze wird zu einem sichtbaren Zeichen für die Hoffnung, dass Tod und Dunkelheit nicht das letzte Wort haben.

Die Buchstaben Alpha und Omega bieten einen weiteren Lernzugang. Das Medium erklärt sie als Zeichen für Anfang und Ende und bezieht sie auf Christus. Im Unterricht kann zunächst geklärt werden, dass Alpha und Omega der erste und letzte Buchstabe des griechischen Alphabets sind. Anschließend überlegen die Lernenden, was es bedeuten könnte, Jesus als Anfang und Ende zu bezeichnen. Dabei können Begriffe wie Ganzheit, Ewigkeit, Begleitung und Vertrauen genannt werden.

Die fünf roten Wachsnägel beziehungsweise Wachszeichen können mit der Passion Jesu verbunden werden. Das Medium deutet sie als Erinnerung an die Wunden Jesu. Hier bietet sich eine Verbindung zwischen Karfreitag und Ostern an. Die Lernenden können erarbeiten, dass die Osterkerze beides zusammenführt: die Erinnerung an Leid und Tod sowie die Hoffnung auf Auferstehung und neues Leben.

Methodisch eignet sich ein Vergleich von Symbolen des Karfreitags und des Osterfestes. Auf einer Seite stehen Dunkelheit, Kreuz, Leid und Tod, auf der anderen Licht, Leben, Hoffnung und Auferstehung. Die Osterkerze wird dazwischen eingeordnet, weil sie beide Seiten miteinander verbindet.

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt liegt auf der Osternacht. Das Medium beschreibt sie als besonders wichtigen Gottesdienst. Die Lernenden können den Ablauf des Einzugs der Osterkerze nachvollziehen und in einer Bildfolge darstellen. Dazu gehören Dunkelheit, Osterfeuer, Entzünden der Kerze, Einzug in die Kirche, Ruf „Lumen Christi“ und Weitergabe des Lichtes.

Das Weitergeben des Lichtes eignet sich auch als handlungsorientierte Methode. Eine Kerze kann symbolisch von einer Person zur nächsten weitergegeben werden. Jede Person nennt dabei etwas, das anderen Menschen Licht bringen kann, etwa Trost, Zuhören, Hilfe, Freundlichkeit oder Mut. So wird die Osterbotschaft mit konkretem Handeln verbunden.

Das Medium stellt selbst eine ethische Verbindung her, indem es das Licht Jesu mit der Aufforderung verbindet, einander zu lieben und gut miteinander umzugehen. Dieser Gedanke kann für soziales Lernen genutzt werden. Die Lernenden überlegen, wie sie selbst „Licht für andere“ sein können. Dabei kann deutlich werden, dass religiöse Symbole nicht nur etwas über Gott aussagen, sondern auch zu einer bestimmten Haltung im Alltag anregen.

Die Verbindung zwischen Osterkerze und Taufe bietet einen weiteren Zugang. Das Medium erklärt, dass die Osterkerze häufig bei Taufen brennt. Im Unterricht kann daran die Taufkerze angeschlossen werden. Die Lernenden untersuchen, warum eine Taufkerze an der Osterkerze entzündet wird und welche Aussage damit verbunden sein kann. So wird deutlich, dass die Taufe mit Christus, Licht und neuem Leben verbunden wird.

Die Osterzeit bis Pfingsten kann mit Hilfe des Mediums ebenfalls erschlossen werden. Die Lernenden erfahren, dass die Osterkerze in dieser Zeit bei Gottesdiensten besonders sichtbar brennt. Dadurch kann ein Zeitstrahl vom Osterfest bis Pfingsten erstellt werden. Die Osterkerze dient dabei als roter Faden für die gesamte Osterzeit.

Auch die Frage nach der Jahreszahl auf der Osterkerze ist didaktisch interessant. Die Lernenden können überlegen, warum jedes Jahr eine neue Kerze verwendet wird. Dies kann mit dem Gedanken verbunden werden, dass die Osterbotschaft nicht nur an ein vergangenes Ereignis erinnert, sondern jedes Jahr neu gefeiert und auf die Gegenwart bezogen wird.

Eine kreative Vertiefung besteht darin, dass die Lernenden eine eigene Osterkerze auf Papier gestalten. Pflichtbestandteile können Alpha, Omega, Kreuz, Jahreszahl und fünf rote Zeichen sein. Zusätzlich wählen sie eigene Symbole für Hoffnung, Leben und Auferstehung. Anschließend erklären sie ihre Gestaltung in wenigen Sätzen.

Eine weitere Möglichkeit ist eine Symbolwerkstatt. Verschiedene Symbole wie Licht, Kreuz, Wasser, Brot, Fisch, Taube und Kerze werden auf Stationen verteilt. Die Lernenden untersuchen ihre Bedeutung und vergleichen sie mit der Osterkerze. So wird die Fähigkeit gestärkt, religiöse Symbole zu deuten.

Für die Ergebnissicherung kann ein Satzanfang verwendet werden: „Die Osterkerze ist wichtig, weil …“ Die Lernenden ergänzen den Satz mit mehreren Aussagen. Dadurch wird sichtbar, ob sie die verschiedenen Ebenen verstanden haben: Christuszeichen, Auferstehung, Licht, Hoffnung, Taufe und Kirchenjahr.


Fragestellungen zum Medium mit Antworten

Warum gibt es eine Osterkerze?

Die Osterkerze ist ein Zeichen für Jesus Christus und die Auferstehung. Sie soll sichtbar machen, dass nach christlichem Glauben das Licht stärker ist als die Dunkelheit und das Leben stärker ist als der Tod.


Wie sieht eine Osterkerze aus?

Sie ist eine große weiße Kerze und mit verschiedenen Symbolen verziert. Typisch sind Alpha und Omega, ein Kreuz, fünf rote Wachsnägel beziehungsweise Zeichen und die jeweilige Jahreszahl.


Was bedeuten Alpha und Omega?

Alpha und Omega sind der erste und der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets. Im Medium stehen sie für Anfang und Ende und werden auf Jesus Christus bezogen.


Warum steht ein Kreuz auf der Osterkerze?

Das Kreuz erinnert an den Tod Jesu. Zugleich steht die Osterkerze für die Auferstehung. So verbindet sie Leid, Tod und neues Leben.


Was bedeuten die fünf roten Zeichen auf der Osterkerze?

Sie erinnern nach der Darstellung des Mediums an die Wunden Jesu bei seinem Tod.


Warum steht eine Jahreszahl auf der Osterkerze?

Die Jahreszahl zeigt, dass jedes Jahr eine neue Osterkerze verwendet wird und Ostern immer neu in der Gegenwart gefeiert wird.


Wann wird die Osterkerze zum ersten Mal angezündet?

Sie wird in der Osternacht zum ersten Mal entzündet.


Wo wird die Osterkerze angezündet?

Im Medium wird beschrieben, dass sie in der Regel draußen an einem Osterfeuer entzündet und anschließend in die dunkle Kirche getragen wird.


Warum ist die Kirche zu Beginn der Osternacht dunkel?

Die Dunkelheit steht symbolisch für Tod, Trauer und Hoffnungslosigkeit. Das Licht der Osterkerze macht sichtbar, dass mit der Auferstehung neues Licht und neue Hoffnung verbunden sind.


Was bedeutet „Lumen Christi“?

Der Ausdruck bedeutet „Licht Christi“ beziehungsweise „Christus, das Licht“. Er wird beim Einzug der Osterkerze in die Kirche gesungen oder gerufen.


Warum entzünden die Menschen ihre Kerzen an der Osterkerze?

Dadurch breitet sich das Licht von einer Kerze auf viele andere aus. Dieses Bild steht dafür, dass das Licht Christi weitergegeben wird und Menschen selbst Licht für andere sein können.


Warum ist Licht ein wichtiges christliches Symbol?

Licht kann für Hoffnung, Leben, Orientierung, Nähe und Freude stehen. In der Osterkerze wird es besonders mit Jesus Christus und der Auferstehung verbunden.


Was bedeutet die Aussage, Jesus bringe Licht in die Dunkelheit?

Damit ist gemeint, dass der Glaube an Jesus Menschen Hoffnung geben kann, besonders in schwierigen, traurigen oder belastenden Situationen.


Was hat die Osterkerze mit der Auferstehung zu tun?

Sie erinnert daran, dass Christinnen und Christen glauben, dass Jesus nach seinem Tod auferstanden ist. Deshalb wird die Kerze zu einem Zeichen für neues Leben.


Was hat die Osterkerze mit der Taufe zu tun?

Die Osterkerze wird häufig bei Taufen entzündet. Sie verweist darauf, dass die getaufte Person mit Christus und seinem Licht verbunden wird.


Warum wird eine Taufkerze an der Osterkerze entzündet?

Dadurch wird symbolisch gezeigt, dass das Licht Christi an die getaufte Person weitergegeben wird.


Wie lange spielt die Osterkerze im Kirchenjahr eine besondere Rolle?

Das Medium erklärt, dass sie besonders in der Zeit von Ostern bis Pfingsten bei Gottesdiensten brennt.


Was ist Pfingsten in diesem Zusammenhang?

Pfingsten liegt fünfzig Tage nach Ostern. Die Osterzeit reicht bis zu diesem Fest.


Wo steht die Osterkerze in der Kirche?

Sie steht häufig in der Nähe des Altars oder des Taufbeckens. Der genaue Standort kann je nach Kirche unterschiedlich sein.


Warum ist die Osterkerze weiß?

Weiß kann im christlichen Zusammenhang für Licht, Freude, Fest und neues Leben stehen. Dadurch passt die Farbe besonders zur Osterbotschaft.


Was passiert mit einer Osterkerze, wenn das Jahr vorbei ist?

Das Medium nennt unterschiedliche Traditionen. Manche Kerzen werden eingeschmolzen und weiterverarbeitet, andere werden auf andere Weise aufbewahrt oder verwendet.


Was sind kleine Osterkerzen?

Damit sind kleinere Kerzen gemeint, die Menschen beispielsweise in der Osterzeit mit nach Hause nehmen. Sie erinnern an die große Osterkerze in der Kirche.


Was können Lernende aus der Osterkerze über Symbole lernen?

Sie können erkennen, dass Symbole sichtbare Dinge sind, die auf eine tiefere Bedeutung verweisen. Die Osterkerze ist nicht nur eine Lichtquelle, sondern erzählt durch Farbe, Zeichen und Verwendung etwas über Jesus, Auferstehung und Hoffnung.


Wie können Menschen selbst Licht für andere sein?

Sie können anderen helfen, zuhören, trösten, freundlich handeln, Mut machen oder sich für Menschen einsetzen, die Unterstützung brauchen.


Didaktisch eignet sich diese Episode hervorragend für den Religionsunterricht in der Grundschule (Klassen 3–6) im Kontext von Fastenzeit, Ostern und Kirchenraumpädagogik. Als Einstieg bietet sich ein Bildimpuls oder – wenn möglich – der Gang in die Kirche an, um die Osterkerze vor Ort zu betrachten. Alternativ kann eine symbolische Kerze in der Mitte des Klassenraums stehen. Die Leitfrage lautet: „Was bedeutet Licht für uns?“ – Erfahrungen von Dunkelheit, Angst und Hoffnung können gesammelt werden. Anschließend wird die Podcastsequenz in Abschnitten gehört (Stop-and-Go-Methode). Die Schülerinnen und Schüler notieren: 1. Merkmale der Osterkerze, 2. Wann sie entzündet wird, 3. Welche Bedeutung sie hat. In der Sicherungsphase werden die Symbole einzeln erschlossen (Alpha/Omega, Kreuz, Jahreszahl, fünf Nägel). Besonders fruchtbar ist die Symbolarbeit: Licht als Zeichen für Hoffnung, Leben, Auferstehung; Dunkelheit als Bild für Tod und Angst. Hier kann ein theologischer Transfer erfolgen: „Was heißt es, wenn Jesus Licht für mein Leben ist?“ Die Verbindung zur Taufe (Taufkerze wird an der Osterkerze entzündet) ermöglicht eine sakramentale Vertiefung. Methodisch eignen sich kreative Aufgaben wie das Entwerfen einer eigenen Osterkerze mit Symbolbegründung, ein Standbild zur Szene der Osternacht oder ein kurzer Meditationstext zum Thema „Licht in der Dunkelheit“. Wichtig ist eine sensible Begleitung der Auferstehungsthematik, die sowohl symbolisch als auch existentiell erschlossen wird. Das Medium stärkt liturgische Kompetenz, Symbolverständnis und die Fähigkeit, religiöse Zeichen im Kirchenraum zu deuten.

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