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Mirjam ZimmermannDavid KäbischTheoWebMoritz EmmelmannKarlo Meyer

Mirjam Zimmermann,

David Käbisch,

TheoWeb,

Moritz Emmelmann,

Karlo Meyer

Politische Dimensionen religiöser Bildung – eine Hinführung

Veröffentlichung:1.5.2026

Religion geht die Öffentlichkeit an: Religion, Schule und Politik bilden eine komplexe Verflechtung. Doch welche Rolle spielen politische Fragen wirklich im Religionsunterricht – und sollten sie stärker berücksichtigt werden?

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Religion ist nicht allein Privatsache – sie prägt den öffentlichen Raum, die Schullandschaft und die demokratische Gesellschaft täglich aufs Neue. Ein Blick in die Geschichte zeigt: Politische Konstellationen haben die Religionspädagogik immer wieder neu geprägt, von der Evangelischen Unterweisung nach 1945 über die politisch-ethischen Debatten der siebziger und achtziger Jahre bis hin zu aktuellen Bewegungen wie „Fridays for Future". Doch wie verhalten sich religiöse Bildung und politische Gestaltung systematisch zueinander? Das vorliegende Themenheft nähert sich dieser Frage über drei Dimensionen: die Policy-, die Polity- und die Politics-Ebene. Strukturell geht es um Rahmenbedingungen, die der Staat für religiöse Bildung schafft – etwa die Frage, ob konfessioneller Religionsunterricht an öffentlichen Schulen stattfinden soll, wie aktuelle Wahlprogramme in Brandenburg und Sachsen zeigen. Inhaltlich-substantiell stellt sich die Frage, welche politischen Implikationen in religiöser Bildung selbst liegen: Wie befähigen wir Schülerinnen und Schüler, aus religiöser Perspektive an Debatten über Gerechtigkeit, Flucht, Demokratie oder Klimaschutz teilzunehmen? Die Beiträge des Hefts thematisieren diese Spannungen am Beispiel von Schulbuchanalysen, internationalen Perspektiven und konkreten Schulprojekten. Dabei offenbaren Lehrkräftestudien eine bemerkenswerte Diskrepanz: Während die Theologie und Religionspädagogik intensiv über das Verhältnis von Religion und Politik diskutieren, wird die politische Dimension von Religionslehrerinnen und -lehrern in ihrer Einschätzung von Unterrichtsinhalten eher nachrangig behandelt. Gerade in Zeiten neuer politischer Engagement von Jugendlichen – sei es beim Klimawandel oder bei Migrationsfragen – wird deutlich, dass religiöse Bildung ihre Rolle bei der Befähigung zu zivilgesellschaftlicher Partizipation neu justieren könnte. Die Beiträge in diesem Heft laden dazu ein, diese Herausforderung aus verschiedenen theoretischen, empirischen und praktischen Perspektiven zu durchdenken.

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