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Deutsches Jugendrotkreuz

Deutsches Jugendrotkreuz

Lebensraum Schule

Veröffentlichung:1.1.2008

Das Unterrichtsmaterial „Lebensraum Schule. Methoden und Perspektiven für ein gutes Schulklima“ des Jugendrotkreuzes bietet zahlreiche Anregungen zur Gestaltung einer wertschätzenden und lernförderlichen Schulkultur. Im Mittelpunkt stehen die Fragen, wie Schule zu einem Ort werden kann, an dem sich alle wohlfühlen, Verantwortung übernehmen und respektvoll miteinander umgehen. Die Unterrichtseinheit behandelt die Themen Selbstwahrnehmung, Klassenklima, Gemeinschaft, Regeln, Mitbestimmung, soziale Verantwortung sowie die aktive Mitgestaltung des Schullebens. Zahlreiche Texte, Geschichten, Fragebögen, kreative Gestaltungsaufgaben, Rollenspiele und Reflexionsübungen laden Lernende dazu ein, ihre eigene Schule kritisch zu betrachten, Verbesserungsvorschläge zu entwickeln und gemeinsam Wege zu einem positiven Schulklima zu gestalten. Dabei wird deutlich, dass gelingendes Lernen eng mit gegenseitiger Wertschätzung, Vertrauen und einem respektvollen Miteinander verbunden ist.

Die Unterrichtsreihe "Lebensraum Schule" mit 36 Seiten mit 29 Materialien reflektiert die Zusammenarbeit in der individuellen Schule. Dabei wird sowohl die Klassengemeinschaft als auch die gesamte Schule und deren Einbettung in die Schulpolitik besprochen. Die Materialien stellen Grundlegende Fragen wie: „Warum ich zur Schule gehe? Das eigene Leben im Schulsystem wird reflektiert. Eine persönliche Traumschule wird entwickelt.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe sowie für Ethik, Klassenleiterstunden und Projekte zum sozialen Lernen. Die Inhalte bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte zu zentralen Themen des Religionsunterrichts wie Menschenwürde, Nächstenliebe, Verantwortung, Versöhnung, Gemeinschaft, Gerechtigkeit und Frieden. Die Unterrichtseinheit eröffnet vielfältige Möglichkeiten, christliche Werte mit der Lebenswelt der Lernenden zu verbinden und die Schule als Ort gemeinsamer Verantwortung wahrzunehmen. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung mit biblischen Impulsen über Gemeinschaft, gegenseitige Achtung und die Verantwortung jedes Menschen für das Zusammenleben.

Methodisch zeichnet sich das Material durch seine große Vielfalt und seinen handlungsorientierten Charakter aus. Die Lernenden setzen sich zunächst mit ihrer persönlichen Einstellung zur Schule auseinander und reflektieren ihre Wünsche an eine gute Schule. Daran schließen sich zahlreiche kooperative Arbeitsformen an, die das Klassenklima sichtbar machen und Möglichkeiten zur Verbesserung entwickeln. Besonders geeignet sind der Fragebogen zum Klassenklima, die Wetterkarte zur Visualisierung von Beziehungen innerhalb der Klasse, die Gestaltung einer Traumschule, die Entwicklung gemeinsamer Klassenregeln sowie Übungen zur Wahrnehmung eigener Fähigkeiten. Ergänzend regen Geschichten wie „Das Weinwunder“ zur Diskussion über Eigenverantwortung und Solidarität an. Die Aktionskarten fördern darüber hinaus kleine praktische Schritte zu mehr Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Achtsamkeit im Schulalltag. Dadurch wird soziales Lernen nicht nur thematisiert, sondern unmittelbar eingeübt.

Für den Religionsunterricht bieten sich zahlreiche Möglichkeiten zur Vertiefung. Die Lernenden können ihre Erfahrungen mit biblischen Vorstellungen von Gemeinschaft vergleichen und darüber nachdenken, wie christliche Werte im Schulalltag konkret gelebt werden können. Die Materialien fördern Gesprächskompetenz, Empathie, Perspektivwechsel und Konfliktfähigkeit. Gleichzeitig regen sie dazu an, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen und Schule als gemeinsamen Lebensraum aktiv mitzugestalten. Aufgrund der Vielzahl an Einzelmaterialien eignet sich die Unterrichtseinheit sowohl für einzelne Unterrichtsstunden als auch für umfangreiche Projekte oder Projekttage zum Thema Schulgemeinschaft und Werteerziehung.


Das Unterrichtsmaterial beginnt mit dem ersten Teil „Du und deine Schule“. Hier reflektieren die Lernenden zunächst ihre Einstellungen zur Schule (M 1.1) und setzen sich mit der Frage auseinander, warum sie überhaupt zur Schule gehen müssen, unter anderem anhand eines Textes von Hartmut von Hentig (M 1.2). Anschließend entwickeln sie Vorstellungen ihrer eigenen Traumschule (M 1.3) und versetzen sich in verschiedene Rollen, etwa nach dem Muster „Wenn ich … wäre“ (M 1.4). Abgeschlossen wird dieser Teil mit der Auseinandersetzung mit einem „Abschiedsbrief eines Lehrers“ (M 1.5), der eine persönliche Perspektive auf den Schulalltag eröffnet.

Der zweite Teil trägt den Titel „Deine Klasse und die Schule“ und stellt das Klassenklima in den Mittelpunkt. Zunächst wird der gemeinsame Weg der Klasse betrachtet (M 2.1), gefolgt von einem Fragebogen zum Klassenklima (M 2.2) und einem visuellen Zugang über Wetterkarten (M 2.3 und M 2.4). Darauf aufbauend formulieren die Lernenden Klassenregeln (M 2.5) und beschäftigen sich mit ihren eigenen Fähigkeiten (M 2.6), unterstützt durch eine Karikatur von Christiane Neumann-Tacke (M 2.7). Zudem regen Erzählungen wie „Das Weinwunder“ oder „Warum denn ausgerechnet ich?“ (M 2.8) zur Diskussion an. Ergänzend gibt es Aktionskarten mit alternativen Hausaufgaben über das Jahr hinweg (M 2.9).

Im dritten Teil „Deine Stufe und die Schule“ geht es um Mitgestaltungsmöglichkeiten auf einer größeren Ebene. Hierzu gehört die Gründung einer AG Schulklima (M 3.1), die Auseinandersetzung mit Situationen, in denen es wichtig ist, Nein zu sagen (M 3.2), das Erarbeiten von Schulvereinbarungen (M 3.3) sowie die Einführung von Schülergerichten (M 3.4).

Der vierte Teil „Neue Ideen für die Schulgemeinschaft“ erweitert den Blick auf kreative und verbindende Maßnahmen. Dazu gehören Übungen wie „Schuhe und Menschen/Kleider machen Leute“ (M 4.1), die Diskussion über einheitliche Schulkleidung (M 4.2), die Einführung von Ritualen im Schulalltag (M 4.3) sowie gemeinschaftsstärkende Aktionen (M 4.4). Mit kleinen Initiativen wie „Alle mal lächeln …“ (M 4.5) oder der Entwicklung eines „Schul-Knigge“ (M 4.6, M 4.7) wird die Schulkultur zusätzlich belebt.

Der fünfte Teil „Deine Schule und die große Politik“ schlägt schließlich den Bogen zur gesellschaftlichen Dimension. Anhand des Freskos „Das gute Regiment“ von Lorenzetti (M 5.1) und eines eigenen „Schulfreskos“ (M 5.2) setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit Politik und Gemeinschaft auseinander. Zudem analysieren sie internationale Vergleiche der Bildungsausgaben (M 5.3 und M 5.4), um ein Verständnis für den Stellenwert von Bildung in verschiedenen Ländern zu entwickeln.

Abgerundet wird das Material durch einen exemplarischen Unterrichtsverlauf (S. 27) sowie Tipps für das Wohlbefinden am Arbeitsplatz auf der Umschlagseite.

Material:

M 1.1 Einstellungen zur Schule 5

M 1.2 Warum muss ich zur Schule gehen? (H. von Hentig) 6

M 1.3 Meine Traumschule 7

M 1.4 Wenn ich … wäre 8

M 1.5 Abschiedsbrief eines Lehrers 9

2. Teil: Deine Klasse und die Schule

M 2.1 Unser gemeinsamer Weg 10

M 2.2 Ein Fragebogen zum Klassenklima 11

M 2.3 Schülerbeispiel: „Klassenklima visuell“ (Wetterkarte) Folie 1

M 2.4 „Klassenklima visuell“ (Wetterkarte) 12

M 2.5 Klassenregeln 13

M 2.6 Unsere Fähigkeiten 13

M 2.7 Christiane Neumann-Tacke: „Fähigkeiten?!“ (Karikatur) Folie 1

M 2.8 „Das Weinwunder“ oder „Warum denn ausgerechnet ich?“ 14

M 2.9 Aktionskarten über das Jahr – andere Hausaufgaben? 15

3. Teil: Deine Stufe und die Schule

M 3.1 AG Schulklima 18

M 3.2 Wann muss ich NEIN sagen? 18

M 3.3 Schulvereinbarungen 19

M 3.4 Schülergerichte 19

4. Teil: Neue Ideen für die Schulgemeinschaft

M 4.1 Schuhe und Menschen/Kleider machen Leute Folie 2

M 4.2 Einheitliche Schulkleidung ist gut fürs Schulklima 20

M 4.3 Rituale im Schulalltag 21

M 4.4 Aktionen, die verbinden 21

M 4.5 Alle mal lächeln … 22

M 4.6 Knigge an der Schule 23

M 4.7 Themen für „Schul-Knigge?“ 23

5. Teil: Deine Schule und die große Politik

M 5.1 Lorenzetti: „Das gute Regiment“ Folie 2

M 5.2 Schulfresko 24

M 5.3 Ausgaben für Bildung im internationalen Vergleich (I) 25

M 5.4 Ausgaben für Bildung im internationalen Vergleich (II) 26

UNTERRICHTSVERLAUF 27

TIPPS FÜR DAS 3. Umschlagseite

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