Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Klassen eins bis vier und kann sowohl innerhalb einer Unterrichtseinheit zu Abraham als auch zu den Themen Wahrheit, Lüge, Vertrauen, Streit und Versöhnung eingesetzt werden. Der Einstieg über die Frage nach eigenen Erfahrungen mit Lügen ermöglicht einen unmittelbaren Lebensweltbezug. Die Lernenden erkennen, dass Menschen aus unterschiedlichen Gründen unehrlich werden können, etwa aus Angst, Unsicherheit oder dem Wunsch, sich selbst oder andere zu schützen. Dadurch wird ein Gespräch über die Folgen von Lügen und den Wert von Ehrlichkeit eröffnet.
Während des Sehens können Beobachtungsaufträge gegeben werden. Die Lernenden achten beispielsweise darauf, warum Abraham lügt, welche Folgen seine Entscheidung hat, wie der Streit zwischen Abraham und Lot entsteht und weshalb Abraham auf sein Vorrecht verzichtet. Im anschließenden Unterrichtsgespräch können die Motive der handelnden Personen untersucht und mit eigenen Erfahrungen verglichen werden. Dabei wird deutlich, dass Vertrauen auf Gott und friedliches Handeln wichtiger sind als Eigennutz oder Angst.
Methodisch bietet das Video zahlreiche Möglichkeiten zur Vertiefung. Rollenspiele können die Begegnung zwischen Abraham und Sarah, das Gespräch mit dem Pharao oder die friedliche Einigung zwischen Abraham und Lot darstellen. Ebenso können die Lernenden Entscheidungswege entwickeln und überlegen, welche anderen Möglichkeiten Abraham gehabt hätte. Eine Pro und Kontra Sammlung zur Frage, ob Notlügen erlaubt sind, fördert ethisches Urteilen. Darüber hinaus kann die Geschichte genutzt werden, um biblische Werte wie Ehrlichkeit, Versöhnungsbereitschaft, Rücksichtnahme und Vertrauen zu erarbeiten. Kreative Schreibaufgaben, Standbilder oder Comics zu den einzelnen Szenen unterstützen das Textverständnis und regen zum Perspektivwechsel an. Das Medium eignet sich außerdem, um deutlich zu machen, dass Gott seine Verheißungen trotz menschlicher Fehler nicht zurücknimmt und Menschen immer wieder neue Chancen eröffnet.
Fragestellungen zum Video mit Antworten
Warum zieht Abraham nach Ägypten?
Abraham zieht mit Sarah nach Ägypten, weil in Kanaan eine Hungersnot herrscht und dort kein ausreichendes Futter für die Tiere mehr vorhanden ist.
Warum behauptet Abraham, Sarah sei seine Schwester?
Er hat Angst, der Pharao könnte ihn töten, um Sarah zur Frau zu nehmen. Deshalb sagt er nicht die Wahrheit.
Welche Folgen hat die Lüge Abrahams?
Der Pharao nimmt Sarah zu sich, wird jedoch von Plagen getroffen. Dadurch kommt die Wahrheit ans Licht und Abraham muss Ägypten verlassen.
Welche Botschaft vermittelt die Geschichte von der Lüge?
Die Geschichte zeigt, dass Angst zu falschen Entscheidungen führen kann und dass Ehrlichkeit sowie Vertrauen auf Gott der bessere Weg sind.
Warum entsteht der Streit zwischen Abraham und Lot?
Die Herden beider Familien sind so groß geworden, dass Weideland und Wasser nicht mehr für alle Tiere ausreichen.
Wie löst Abraham den Streit?
Er verzichtet auf sein Vorrecht und überlässt Lot die erste Wahl des Landes, damit Frieden in der Familie erhalten bleibt.
Warum verzichtet Abraham auf das bessere Land?
Abraham vertraut darauf, dass Gott für ihn sorgen wird und seine Verheißungen erfüllt. Deshalb ist ihm der Frieden wichtiger als persönlicher Vorteil.
Welche Verheißung erneuert Gott am Ende der Geschichte?
Gott verspricht Abraham erneut das Land und kündigt an, dass seine Nachkommen so zahlreich sein werden wie der Staub auf der Erde.
Welche Bedeutung hat Vertrauen in diesem Video?
Vertrauen zieht sich durch die gesamte Geschichte. Abraham lernt, dass Vertrauen auf Gott wichtiger ist als Angst, Eigennutz oder Unwahrheit.
Was können Lernenden aus der Geschichte für ihr eigenes Leben mitnehmen?
Die Geschichte ermutigt dazu, ehrlich zu sein, Konflikte friedlich zu lösen, auf andere Rücksicht zu nehmen und darauf zu vertrauen, dass gute Lösungen möglich sind.