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KI die Revolution in er Medizin

Veröffentlichung:1.1.1970

Das Unterrichtsstunde „Künstliche Intelligenz – Die Revolution in der Medizin“ mit 12 Seiten bietet eine umfassende Einführung in die Bedeutung und Anwendung von KI im Gesundheitswesen. Es verbindet sachliche Informationen mit einem Experteninterview und vielfältigen Aufgabenformaten. Im Zentrum steht die Frage, wie KI medizinische Diagnosen verbessern, Forschung beschleunigen und das Gesundheitssystem verändern kann. Lernende erhalten Einblicke in konkrete Anwendungen wie Bildanalyse oder Gesundheitsapps und setzen sich zugleich mit ethischen Fragen wie Datenschutz und Verantwortung auseinander. Besonders hervorzuheben ist der handlungsorientierte Zugang, bei dem Lernende selbst mit KI Anwendungen experimentieren und kreative Produkte entwickeln.

Das Unterrichtsmaterial „Künstliche Intelligenz, die Revolution in der Medizin“ aus dem Schuljahr 2022 und 2023 führt in die Funktionsweise und die medizinischen Einsatzmöglichkeiten künstlicher Intelligenz ein. Im Mittelpunkt steht ein Interview mit der Ärztin und Wissenschaftlerin Hannah Sophie Muti, die zur Anwendung künstlicher Intelligenz in der Krebsmedizin forscht. Sie erläutert Mustererkennung, maschinelles Lernen und neuronale Netze und beschreibt Anwendungen wie Gesichtserkennung, Gesundheitsprogramme, Computertomografie, Röntgendiagnostik, Erkennung kleinster Gewebeveränderungen, Vorhersage von Krankheitsverläufen und Berechnung von Proteinstrukturen. Das Material zeigt, dass künstliche Intelligenz große Datenmengen schneller als Menschen verarbeiten und medizinisches Personal bei Diagnostik, Forschung und wiederkehrenden Aufgaben unterstützen kann. Zugleich werden die Bedeutung menschlicher Zuwendung, der Schutz sensibler Gesundheitsdaten, die Macht großer Technologiekonzerne und mögliche Abhängigkeiten von digitalen Systemen thematisiert. Die Aufgaben umfassen das Experimentieren mit Bildgeneratoren und Bilderkennung, die Analyse des Interviews, die Sammlung von Anwendungen aus dem Alltag, einen Vergleich zwischen menschlichen und technischen Fähigkeiten, eine Diskussion über Datenschutz sowie die Planung eigener Unterrichtsideen. Als Projekt ist eine Ausstellung mit künstlich erzeugten Bildern vorgesehen.

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Für den Religionsunterricht bietet das Material einen anschaulichen Zugang zu Fragen der Medizinethik, Technikethik und theologischen Anthropologie. Es eignet sich besonders für Lernende der Sekundarstufe, die sich mit Menschenwürde, Krankheit, Heilung, Fürsorge, Verantwortung, Gerechtigkeit und dem Verhältnis von Mensch und Technik beschäftigen. Als Einstieg kann die Lehrkraft zwei kurze Fallsituationen präsentieren. In der ersten Situation entdeckt ein technisches System eine lebensbedrohliche Erkrankung, die medizinisches Personal übersehen hat. In der zweiten Situation übermittelt ein technisches System einer erkrankten Person die Diagnose ohne persönliches Gespräch. Die Lernenden entscheiden, was sie in beiden Fällen als hilfreich und was sie als problematisch wahrnehmen. Dadurch wird früh sichtbar, dass technische Leistungsfähigkeit und menschliche Zuwendung unterschiedliche Dimensionen medizinischen Handelns darstellen. Anschließend kann mit einer aktuellen Anwendung zur Bilderkennung experimentiert werden. Vorher muss die Lehrkraft prüfen, ob der im Material genannte Dienst noch erreichbar ist, welche Altersvorgaben gelten und ob Bilder gespeichert werden. Persönliche Fotos und medizinische Daten dürfen nicht hochgeladen werden. Geeignet sind neutrale Beispielbilder, die von der Lehrkraft vorbereitet wurden. Die Lernenden dokumentieren, welche Eingabe sie verwenden, welches Ergebnis erscheint und ob die Anwendung Fehler macht. In der Auswertung werden Mustererkennung, Trainingsdaten und statistische Wahrscheinlichkeiten in einfacher Form erläutert. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Erkennen und Verstehen. 

Ein System kann auffällige Muster markieren, ohne Krankheit, Leid oder Angst existenziell zu erfahren. Das Interview sollte arbeitsteilig gelesen werden. Eine Gruppe untersucht die Funktionsweise künstlicher Intelligenz, eine zweite medizinische Chancen, eine dritte Risiken und eine vierte Aussagen über die Zukunft des Gesundheitswesens. Die Gruppen sichern ihre Ergebnisse auf Plakaten und kennzeichnen Tatsachen, Einschätzungen und Zukunftserwartungen mit unterschiedlichen Farben. Danach werden die Aussagen im Plenum verglichen. Da das Material aus dem Jahr 2022 stammt, sollten technische und rechtliche Angaben nicht ungeprüft als aktueller Stand übernommen werden. Für den Vergleich von menschlichem Personal und künstlicher Intelligenz eignet sich eine Tabelle mit den Kategorien Datenverarbeitung, Diagnose, Erfahrung, Empathie, Gespräch, Verantwortung, Kreativität und körperliche Pflege. Dabei sollte keine vereinfachte Konkurrenz zwischen Mensch und Maschine entstehen. Ziel ist die Erkenntnis, dass künstliche Intelligenz bestimmte Aufgaben besser oder schneller ausführen kann, während Menschen Verantwortung übernehmen, Beziehungen gestalten und individuelle Lebenssituationen wahrnehmen. Ein theologischer Impuls kann die Vorstellung des Menschen als Ebenbild Gottes aufnehmen. Die Lernenden prüfen, ob Würde an Intelligenz, Leistung oder technische Überlegenheit gebunden ist. Daran lässt sich verdeutlichen, dass menschliche Würde nicht davon abhängt, schneller zu rechnen oder mehr Daten zu verarbeiten. Der biblische Auftrag zur Sorge für kranke Menschen kann mit der Frage verbunden werden, ob Technik gute Fürsorge unterstützt oder zwischenmenschliche Begegnung verdrängt. 

Auch Heilungsgeschichten Jesu können einbezogen werden. In ihnen erscheint Heilung nicht nur als Beseitigung eines körperlichen Symptoms, sondern auch als Zuwendung, Anerkennung und Wiederherstellung sozialer Teilhabe. Die Lernenden vergleichen dieses umfassende Verständnis von Heilung mit einer rein technischen Optimierung medizinischer Abläufe. Zur ethischen Vertiefung eignet sich eine Fallanalyse. Ein technisches System empfiehlt für zwei erkrankte Personen unterschiedliche Behandlungen. Die Entscheidung beruht auf großen Datensätzen, kann aber vom medizinischen Personal nicht vollständig nachvollzogen werden. Die Lernenden klären zunächst die Situation, benennen Betroffene und Interessen, sammeln Werte und Normen, entwickeln Handlungsoptionen und formulieren ein begründetes Urteil. Mögliche Kriterien sind Nutzen, Schadensvermeidung, Selbstbestimmung, Gerechtigkeit, Transparenz und Verantwortung. Eine weitere Fallfrage kann die intelligente Matratze aus dem Interview aufgreifen. Sie entlastet das Pflegepersonal, könnte aber auch als Vorwand dienen, weniger Personal einzusetzen. Die Lernenden untersuchen, unter welchen Bedingungen technische Entlastung tatsächlich mehr Zeit für menschliche Fürsorge schafft. Das Thema Datenschutz kann mit einer Positionslinie erschlossen werden. Die Lernenden ordnen sich zwischen den Aussagen „Gesundheitsdaten sollten möglichst umfassend für die Forschung genutzt werden“ und „Gesundheitsdaten müssen grundsätzlich privat bleiben“ ein. Nach einer Informationsphase dürfen sie ihre Position verändern und begründen. Dabei sollten freiwillige Zustimmung, Anonymisierung, Datensicherheit, kommerzielle Interessen und der gesellschaftliche Nutzen medizinischer Forschung berücksichtigt werden. Die Perspektive sozialer Gerechtigkeit ist besonders wichtig. 

Nicht alle Menschen verfügen über denselben Zugang zu technischer Ausstattung, guter Gesundheitsversorgung oder digitalen Kompetenzen. Die Lernenden können daher prüfen, ob künstliche Intelligenz gesundheitliche Ungleichheit verringert oder verstärkt. Eine strukturierte Kontroverse zur Frage, ob ein technisches System medizinische Entscheidungen treffen darf, fördert die Urteilskompetenz. Zunächst vertreten die Gruppen eine zugewiesene Position, wechseln danach die Perspektive und formulieren am Ende ein eigenes Urteil. Als Abschluss kann ein Ethikrat der Lerngruppe einberufen werden. Dieser entwickelt Regeln für den verantwortlichen Einsatz künstlicher Intelligenz in der Medizin. Dazu gehören menschliche Letztverantwortung, verständliche Aufklärung, Schutz persönlicher Daten, unabhängige Prüfung, gerechter Zugang und das Recht auf ein menschliches Gespräch. Die im Material vorgeschlagene Kunstausstellung kann religionspädagogisch verändert werden. Die Lernenden erzeugen Bilder zu Vorstellungen von Heilung, Fürsorge, Verletzlichkeit oder einer guten Medizin der Zukunft. Neben jedem Bild werden die verwendete Eingabe, die beabsichtigte Aussage und eine ethische Reflexion dokumentiert. Bewertet werden nicht künstlerische Perfektion, sondern inhaltliche Klarheit, reflektierte Nutzung des technischen Werkzeugs und eine begründete Auseinandersetzung mit dem Menschenbild.


Didaktisch eröffnet das Material vielfältige Zugänge für den Religionsunterricht, insbesondere im Hinblick auf ethische Urteilsbildung, Menschenbild und Verantwortung im Umgang mit Technik. Methodisch empfiehlt sich ein problemorientierter Einstieg über eigene Erfahrungen mit KI, um an die Lebenswelt der Lernenden anzuknüpfen. Das Interview kann als zentraler Impuls für eine geleitete Textarbeit genutzt werden, wobei Leitfragen zur Rolle des Menschen und zur Grenze technischer Machbarkeit formuliert werden sollten. In Gruppenarbeitsphasen können Lernende Chancen und Risiken diskutieren und ihre Ergebnisse in Form von Pro und Contra Positionen präsentieren. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung mit theologischen Fragestellungen, etwa zur Würde des Menschen, zur Verantwortung gegenüber Kranken oder zur Frage, ob Technik menschliche Zuwendung ersetzen kann. Kreative Methoden wie das Erstellen eigener KI Bilder oder die Gestaltung einer Ausstellung fördern eine ästhetische und reflektierende Auseinandersetzung. Abschließend bietet sich eine ethische Urteilsbildung im Plenum an, bei der unterschiedliche Perspektiven bewusst gemacht und bewertet werden.

Text, Bild

Standard Lizenz auf You Tube

26.3.2026

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Unterrichtsstunde

Menschen & Welt

Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren ,Kommunizieren und Kooperieren ,Produzieren und Präsentieren ,Analysieren und Reflektieren

einfach

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