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Deutsche Welle

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AfD und radikale Christen: Traum von anderer Gesellschaft

Veröffentlichung:6.6.2025

Das Medium thematisiert die Verbindung zwischen rechtspopulistischen Bewegungen und christlicher Symbolik in Deutschland, Europa und den USA. Am Beispiel der AfD wird dargestellt, wie christliche Traditionen, Werte und religiöse Begriffe im politischen Diskurs genutzt werden, obwohl religiöser Glaube innerhalb der Partei häufig nur eine untergeordnete Rolle spielt. Interviews mit Politikerinnen und Politikern, Expertinnen und Experten sowie Beobachtungen aus den sozialen Medien verdeutlichen, dass das Christentum vielfach als kulturelles Identitätsmerkmal und zur Abgrenzung gegenüber dem Islam eingesetzt wird. Gleichzeitig werden Unterschiede zwischen Europa und den USA sowie der Einfluss religiöser Influencer und evangelikaler Netzwerke auf politische Debatten aufgezeigt. Das Medium regt dazu an, das Verhältnis von Religion, Politik und gesellschaftlicher Identität kritisch zu reflektieren.

Der Artikel beleuchtet, wie die AfD und rechtspopulistische Bewegungen in Deutschland Religion gezielt einsetzen, um Ängste zu schüren und ihre politische Agenda voranzutreiben. Dabei geht es weniger um echte Frömmigkeit als um die strategische Nutzung christlicher Symbole, Traditionen und Werte, um Anschluss an gesellschaftliche Strömungen zu finden und insbesondere Feindbilder gegenüber dem Islam und queeren Lebensformen zu bedienen.

Für den Religionsunterricht bietet der Artikel eine kritische Auseinandersetzung mit der Frage, wie Religion politisch instrumentalisiert wird – und er regt an, darüber nachzudenken, welche Verantwortung Kirche und Religionsunterricht hier tragen.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht in der Sekundarstufe, wenn das Spannungsfeld von Religion, Politik und gesellschaftlicher Verantwortung behandelt wird. Es eröffnet Lernenden die Möglichkeit, zwischen persönlichem Glauben, religiöser Tradition und politischer Instrumentalisierung von Religion zu unterscheiden. Im Unterricht kann zunächst der Begriff christliche Werte gemeinsam erarbeitet und mit biblischen Grundlagen wie Nächstenliebe, Menschenwürde, Gerechtigkeit und Friedensethik verglichen werden. Anschließend können die im Beitrag dargestellten Positionen analysiert und hinsichtlich ihrer Argumentationsweise, ihrer Sprache sowie ihrer Wirkung auf die öffentliche Meinung untersucht werden. Eine Quellenkritik fördert die Medienkompetenz, indem Lernende die Aussagen von Journalistinnen und Journalisten, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Politikerinnen und Politikern sowie Akteuren in sozialen Medien miteinander vergleichen. Ebenso bietet sich eine Diskussion über die Frage an, ob und in welcher Weise Religion für politische Ziele genutzt werden darf und welche Verantwortung Religionsgemeinschaften in einer pluralen Demokratie tragen. Das Medium unterstützt damit die Entwicklung von Urteilsfähigkeit, Dialogkompetenz und demokratischem Bewusstsein und fördert einen reflektierten Umgang mit religiösen und politischen Deutungen.

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