Das Medium thematisiert die Verbindung zwischen rechtspopulistischen Bewegungen und christlicher Symbolik in Deutschland, Europa und den USA. Am Beispiel der AfD wird dargestellt, wie christliche Traditionen, Werte und religiöse Begriffe im politischen Diskurs genutzt werden, obwohl religiöser Glaube innerhalb der Partei häufig nur eine untergeordnete Rolle spielt. Interviews mit Politikerinnen und Politikern, Expertinnen und Experten sowie Beobachtungen aus den sozialen Medien verdeutlichen, dass das Christentum vielfach als kulturelles Identitätsmerkmal und zur Abgrenzung gegenüber dem Islam eingesetzt wird. Gleichzeitig werden Unterschiede zwischen Europa und den USA sowie der Einfluss religiöser Influencer und evangelikaler Netzwerke auf politische Debatten aufgezeigt. Das Medium regt dazu an, das Verhältnis von Religion, Politik und gesellschaftlicher Identität kritisch zu reflektieren.
Der Artikel beleuchtet, wie die AfD und rechtspopulistische Bewegungen in Deutschland Religion gezielt einsetzen, um Ängste zu schüren und ihre politische Agenda voranzutreiben. Dabei geht es weniger um echte Frömmigkeit als um die strategische Nutzung christlicher Symbole, Traditionen und Werte, um Anschluss an gesellschaftliche Strömungen zu finden und insbesondere Feindbilder gegenüber dem Islam und queeren Lebensformen zu bedienen.
Für den Religionsunterricht bietet der Artikel eine kritische Auseinandersetzung mit der Frage, wie Religion politisch instrumentalisiert wird – und er regt an, darüber nachzudenken, welche Verantwortung Kirche und Religionsunterricht hier tragen.