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Religionen im Gespräch

Religionen im Gespräch

Wir sprechen Deutsch in der Moschee

Veröffentlichung:7.7.2025

Das Video stellt ein Bildungsformat vor, das in Moscheen gezielt in deutscher Sprache angeboten wird. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass viele Jugendliche in Deutschland auf Deutsch denken, sprechen und ihren Alltag gestalten. Deshalb soll religiöse Bildung in einer Sprache vermittelt werden, die sie gut verstehen und in der sie sich sicher ausdrücken können. Das Format richtet sich an Jugendliche unterschiedlicher Herkunft und möchte allen einen gleichberechtigten Zugang zu religiösen Themen ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen nicht nur die Vermittlung von Wissen, sondern auch die Förderung von Reflexion, eigenständigem Denken sowie die Ermutigung, Fragen zu stellen und religiöse Inhalte kritisch zu hinterfragen.

In diesem Beitrag aus der Reihe „Religion in 90 Sekunden“ mit dem Titel „Wir sprechen Deutsch in der Moschee“ spricht Wolfgang Reinbold mit der Islam- und Politikwissenschaftlerin Nedra Ouarghi, Vorstandsmitglied des Fachrats Islamische Studien Hamburg. Thema ist ein innovatives Bildungsformat, das gezielt in Moscheen auf deutscher Sprache basiert. Denn viele Jugendliche in Deutschland denken, leben und kommunizieren auf Deutsch – doch religiöse Unterrichte in Moscheen finden oft noch in den Herkunftssprachen der Eltern oder Großeltern statt. Für viele junge Menschen bedeutet das eine Barriere: Sie verstehen die Inhalte nur schwer oder gar nicht. Das vorgestellte Konzept bricht mit dieser Tradition und setzt auf Verständlichkeit, Offenheit und Inklusion – unabhängig von der Herkunft der Teilnehmenden. Neben der Sprachfrage geht es aber auch um pädagogische Ansätze: Jugendliche sollen reflektieren, Fragen stellen – auch kritische –, und dabei eine methodische Denkweise entwickeln, die sie zu eigenen Erkenntnissen führt. Das Format lädt alle ein, die interessiert sind – egal ob mit oder ohne Fluchterfahrung, Hauptsache: Sie verstehen, was gesagt wird. Dieses kurze, aber inhaltsstarke Video zeigt, wie religiöse Bildung in Deutschland zeitgemäß, nahbar und sprachsensibel gestaltet werden kann.

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe im Themenfeld Religion in einer vielfältigen Gesellschaft, religiöse Bildung, Identität oder interreligiöses Lernen. Es bietet einen lebensnahen Zugang zur Frage, welche Bedeutung Sprache für das Verstehen von Religion besitzt. Nach dem Ansehen können Lernende darüber nachdenken, weshalb religiöse Bildung in der jeweiligen Alltagssprache wichtig ist und welche Chancen dadurch entstehen. Anschließend können sie diskutieren, ob Religion besser verstanden werden kann, wenn sie in der Sprache vermittelt wird, die Menschen täglich sprechen. Ebenso kann erarbeitet werden, welche Bedeutung das Stellen von Fragen und das kritische Nachdenken für religiöses Lernen haben. Das Video eignet sich außerdem für einen Vergleich verschiedener Formen religiöser Bildung in Moschee, Kirche oder Schule. In Gruppenarbeit können Lernende Kriterien für einen guten Religionsunterricht entwickeln und überlegen, welche Rolle Offenheit, Dialog und Reflexion dabei spielen. Das Medium fördert die Dialogfähigkeit, die Urteilskompetenz sowie die Fähigkeit, Religion im Zusammenhang mit Sprache, Identität und gesellschaftlicher Teilhabe zu reflektieren. Gleichzeitig macht es deutlich, dass religiöse Bildung Lernende dazu befähigen soll, eigenständig zu denken und begründete Positionen zu entwickeln.

Fragestellungen zum Video mit Antworten


Warum wird das Bildungsformat in deutscher Sprache angeboten?

Weil viele Jugendliche in Deutschland Deutsch als Alltagssprache nutzen und religiöse Inhalte dadurch besser verstehen und reflektieren können.


Welche Ziele verfolgt das Bildungsformat?

Es möchte religiöses Wissen vermitteln, eigenständiges Denken fördern sowie Lernende dazu ermutigen, Fragen zu stellen und kritisch über religiöse Themen nachzudenken.


Warum spielt Sprache für religiöses Lernen eine wichtige Rolle?

Sprache ermöglicht Verständnis, Austausch und Reflexion. Werden Inhalte in der vertrauten Sprache vermittelt, fällt es Lernenden leichter, Zusammenhänge zu erfassen und eigene Gedanken zu formulieren.


An wen richtet sich das Angebot?

Das Angebot richtet sich an Jugendliche unterschiedlicher Herkunft. Entscheidend ist nicht die Muttersprache oder Herkunft, sondern dass die Inhalte auf Deutsch verstanden werden können.


Welche Kompetenzen werden durch das Bildungsformat gefördert?

Gefördert werden Reflexionsfähigkeit, Dialogfähigkeit, kritisches Denken, Urteilskompetenz sowie die Fähigkeit, religiöse Fragen selbstständig zu bearbeiten.


Welche Rolle spielen Fragen im Unterricht?

Fragen sind ausdrücklich erwünscht. Sie helfen Lernenden, religiöse Inhalte besser zu verstehen, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und eigene Positionen zu entwickeln.


Warum eignet sich das Video für den Religionsunterricht?

Es regt dazu an, über die Bedeutung von Sprache, religiöser Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe nachzudenken und zeigt, wie ein offener und dialogischer Zugang zu Religion gelingen kann.

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7.7.2025

Interreligiöser Dialog

Anregung

Religionen

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