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Juden und Muslime: Von der Schwierigkeit im Gespräch zu bleiben

Veröffentlichung:1.10.2025

Das Audio „Juden und Muslime. Von der Schwierigkeit im Gespräch zu bleiben“ thematisiert die Herausforderungen des jüdisch muslimischen Dialogs in Deutschland nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und dem anschließenden Krieg im Gazastreifen. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die trotz großer emotionaler Belastungen und unterschiedlicher Sichtweisen bewusst den Austausch suchen und den Dialog nicht abbrechen lassen wollen. Das Audio zeigt, wie gegenseitiges Zuhören, Respekt und die Bereitschaft zum Perspektivwechsel helfen können, Vertrauen zu erhalten und Vorurteile abzubauen. Anhand persönlicher Erfahrungen wird deutlich, dass Verständigung nicht bedeutet, alle Konflikte zu lösen, sondern miteinander im Gespräch zu bleiben und die Würde des anderen anzuerkennen.

Der Beitrag „Juden und Muslime – Von der Schwierigkeit im Gespräch zu bleiben“ von Victoria Eglau wurde am 1. Oktober 2025 im Deutschlandfunk ausgestrahlt. Er behandelt die Herausforderungen des jüdisch-muslimischen Dialogs in Deutschland nach dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und dem darauffolgenden Gaza-Krieg. Diese Ereignisse haben das Miteinander belastet, Misstrauen geschürt und den Dialog erschwert.

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Das Audio eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe sowie für den Ethikunterricht in den Themenbereichen interreligiöser Dialog, Frieden, Toleranz, Konflikte und Verantwortung. Es ermöglicht Lernenden, aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen aus religiöser und ethischer Perspektive zu betrachten und sich mit der Bedeutung von Dialog in einer pluralen Gesellschaft auseinanderzusetzen.

Zu Beginn des Unterrichts können die Lernenden ihre Vorstellungen zum Begriff Dialog sammeln und überlegen, welche Voraussetzungen für ein gelingendes Gespräch notwendig sind. Anschließend hören sie das Audio und notieren Aussagen darüber, warum der Austausch zwischen Juden und Muslimen schwierig geworden ist und welche Gründe die Beteiligten dennoch für ein Fortführen des Dialogs nennen.

Im Unterrichtsgespräch können die unterschiedlichen Perspektiven ausgewertet werden. Dabei sollte deutlich werden, dass religiöse Zugehörigkeit nicht automatisch eine politische Haltung bestimmt und dass Menschen trotz unterschiedlicher Meinungen respektvoll miteinander sprechen können. Das Medium bietet die Möglichkeit, zwischen Kritik an politischen Entwicklungen und Vorurteilen gegenüber religiösen Gemeinschaften zu unterscheiden. Dadurch werden die Kompetenzen zur Urteilsbildung und zur Perspektivübernahme gestärkt.

Methodisch bietet sich eine Gruppenarbeit an, in der die Lernenden Voraussetzungen für gelingenden Dialog zusammentragen und mit Beispielen aus ihrem eigenen Alltag vergleichen. Ebenso kann ein Rollenspiel durchgeführt werden, in dem verschiedene Gesprächspartner versuchen, einen respektvollen Austausch zu führen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Gemeinsamkeiten zwischen Judentum, Christentum und Islam zu erarbeiten und daraus Regeln für ein friedliches Zusammenleben abzuleiten. Das Audio fördert Empathie, Dialogfähigkeit sowie die Bereitschaft, Konflikte friedlich und respektvoll zu bearbeiten.


Trotz der Spannungen entscheiden sich Einzelne bewusst dafür, im Gespräch zu bleiben. Ein Beispiel dafür sind die muslimische Politologin Saba-Nur Cheema und ihr jüdischer Ehemann, der Publizist Meron Mendel. Beide engagieren sich seit Jahren für den interreligiösen Dialog und machen deutlich: Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, Brücken zu bauen, Vorurteile abzubauen und Räume für Begegnung zu schaffen. Ihr gemeinsames Engagement zeigt, dass es trotz politischer Konflikte möglich ist, auf menschlicher Ebene respektvoll im Austausch zu bleiben.

Für den Unterricht eignet sich der Beitrag, um die Bedeutung von Dialog zwischen Religionen in Krisenzeiten zu thematisieren. Lernende können reflektieren, welche Chancen und Grenzen interreligiöse Gespräche haben, welche Rolle persönliche Begegnungen spielen und wie Konflikte in anderen Kontexten friedlich bearbeitet werden können. Dabei kann auch überlegt werden, welche Haltung es braucht, um trotz großer Unterschiede im Gespräch zu bleiben.


Fragestellungen zum Audio mit Antworten


Warum ist der Dialog zwischen Juden und Muslimen derzeit besonders schwierig?

Der Terrorangriff der Hamas auf Israel und der Krieg im Gazastreifen haben viele Menschen emotional belastet und bestehende Spannungen verstärkt. Dadurch sind Gespräche häufig schwieriger geworden.


Welche Botschaft vermittelt das Audio?

Das Audio macht deutlich, dass Dialog auch in Zeiten schwerer Konflikte möglich und notwendig ist. Gegenseitiger Respekt und die Bereitschaft zum Zuhören bilden die Grundlage für Verständigung.


Warum ist Zuhören im Dialog so wichtig?

Wer aufmerksam zuhört, kann die Erfahrungen und Gefühle anderer Menschen besser verstehen. Dadurch entstehen Empathie und die Möglichkeit, Vorurteile abzubauen.


Bedeutet Dialog, dass alle Beteiligten derselben Meinung sein müssen?

Nein. Dialog bedeutet, unterschiedliche Ansichten auszuhalten, respektvoll miteinander zu sprechen und die Würde des anderen zu achten, auch wenn Meinungsverschiedenheiten bestehen.


Welche Bedeutung hat das Audio für den Religionsunterricht?

Das Medium zeigt, wie Religion Menschen verbinden kann und wie wichtig gegenseitiger Respekt, Friedensbereitschaft und Verantwortung für das Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft sind. Es regt dazu an, über den eigenen Umgang mit Konflikten und über die Bedeutung von Dialog nachzudenken.

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