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m3 Erklärung und mehr

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Die Rolle von Laien in der Kirche

Veröffentlichung:13.12.2025

Das Video beschreibt die Bedeutung von Laien als tragende Säule kirchlichen Lebens. Es macht deutlich, dass Laien – also nicht geweihte Christinnen und Christen – einen unverzichtbaren Beitrag zum Aufbau und zur Lebendigkeit der Kirche leisten. Dargestellt werden ihre vielfältigen Aufgaben im Gottesdienst, in der Gemeindearbeit, in sozialen Projekten, im Gebet und in der Weitergabe des Glaubens. Besonders hervorgehoben wird, dass Laien ihren Glauben nicht nur innerhalb kirchlicher Räume, sondern vor allem im Alltag leben und so Kirche in Familie, Beruf und Gesellschaft sichtbar machen.

Das Video erklärt die Bedeutung von Laien für das Leben einer Kirchengemeinde. Als Laien werden Kirchenmitglieder bezeichnet, die kein geistliches Weiheamt ausüben. Das Medium zeigt, wie sie Gottesdienste mitgestalten, Feste organisieren, Gruppen leiten, Kirchenmusik machen und soziale Aufgaben übernehmen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Diakonie als Dienst am Mitmenschen. Genannt werden die Unterstützung obdachloser und geflüchteter Menschen, die Arbeit mit Kindern sowie die Begleitung sterbender Menschen. Abschließend verdeutlicht das Video, dass christlicher Glaube nicht nur im Kirchengebäude gelebt wird. Er zeigt sich auch in Familie, Schule, Beruf, Freundeskreis und Freizeit. Die Lernenden werden dazu angeregt, über ihre eigenen Fähigkeiten und mögliche Formen des Engagements nachzudenken.

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Methodisch empfiehlt sich ein handlungsorientierter Einstieg über die Frage: „Wer macht Kirche eigentlich?“ – ausgehend von den Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler in ihrer eigenen Gemeinde. In Gruppenarbeit können konkrete Aufgaben von Laien (z. B. Lektorendienst, Caritasarbeit, Jugendleitung, Kirchenmusik) erarbeitet und vorgestellt werden. Auch Interviews mit ehrenamtlich Engagierten oder kurze Fallbeispiele aus dem Gemeindeleben fördern Authentizität und Praxisbezug. Theologisch kann das Thema durch das gemeinsame Priestertum aller Gläubigen vertieft werden, um die Verantwortung aller Getauften für Kirche und Welt herauszustellen. Reflexionsphasen wie „Wo kann ich selbst Kirche mitgestalten?“ stärken personale und soziale Kompetenz. Das Medium unterstützt damit ein aktives Kirchenbild, in dem Glauben als gemeinschaftliche und gelebte Praxis erfahrbar wird.

Das Video eignet sich für den Religionsunterricht in der Sekundarstufe und bietet einen lebensnahen Zugang zum Thema Kirchengemeinde. Es erweitert die verbreitete Vorstellung, Kirche bestehe hauptsächlich aus einem Gebäude und hauptberuflich tätigen Personen. Die Lernenden erkennen, dass eine Gemeinde durch viele Menschen mit unterschiedlichen Aufgaben, Begabungen und Formen des Engagements getragen wird.

Als Einstieg können die Lernenden auf Karten notieren, was ihnen zum Begriff Kirche einfällt. Die Ergebnisse werden den Bereichen Gebäude, Personen, Glaube, Gottesdienst, Gemeinschaft und soziales Handeln zugeordnet. Häufig stehen zunächst Kirchengebäude, Priesterinnen und Priester, Pfarrerinnen und Pfarrer oder Gottesdienste im Mittelpunkt. Nach dem Anschauen kann die Sammlung ergänzt und neu geordnet werden. Dadurch wird sichtbar, wie das Video das Verständnis von Kirche erweitert hat.

Während des Anschauens erhalten die Lernenden Beobachtungsaufträge. Eine Gruppe sammelt Aufgaben von Laien im Gottesdienst. Eine weitere Gruppe achtet auf organisatorische Tätigkeiten in der Gemeinde. Andere Gruppen beschäftigen sich mit sozialem Engagement und mit der Bedeutung des Glaubens im Alltag. Anschließend tragen die Gruppen ihre Ergebnisse zusammen. Eine gemeinsame Übersicht kann verdeutlichen, dass Verkündigung, Gottesdienst, Gemeinschaft und Hilfe für Mitmenschen zusammengehören.

Der Begriff Laien sollte im Unterricht sorgfältig geklärt werden. Im kirchlichen Zusammenhang bezeichnet er Menschen, die getauft sind, aber kein geistliches Weiheamt ausüben. Das Wort darf nicht mit unerfahren, ungebildet oder unwichtig gleichgesetzt werden. Laien können über eine theologische Ausbildung verfügen, hauptberuflich für eine Kirche arbeiten und verantwortungsvolle Leitungsaufgaben übernehmen. Ihre Bedeutung ergibt sich nicht nur daraus, dass sie hauptberuflich tätige Personen unterstützen. Sie besitzen eine eigene Verantwortung für die Gestaltung von Kirche und Gesellschaft.

Die Gegenüberstellung von Laien, Priestern und Ordensleuten im Video ist vereinfacht. Nicht alle Ordensleute besitzen eine Weihe. Ordensfrauen sind in der römisch katholischen Kirche keine Priesterinnen. Auch Ordensmänner müssen nicht zu Priestern geweiht sein. Außerdem widmen Priester und Ordensleute nicht jede Minute ihres Lebens ausschließlich kirchlichen Aufgaben. Für den Unterricht bietet diese Ungenauigkeit eine gute Gelegenheit, zwischen Taufe, kirchlichem Beruf, Ordensleben und Weiheamt zu unterscheiden.

Auch die verschiedenen christlichen Konfessionen sollten berücksichtigt werden. Begriffe wie Priester, Kommunionshelfer und Weiheamt stammen besonders aus dem römisch katholischen Zusammenhang. In evangelischen Kirchen werden andere Amtsbezeichnungen und teilweise andere Aufgabenverteilungen verwendet. Dort übernehmen etwa Kirchenvorstände, Presbyterien, Lektorinnen, Lektoren, Prädikantinnen und Prädikanten wichtige Aufgaben. Die Lernenden können Gemeinsamkeiten und Unterschiede untersuchen, ohne eine Konfession als Maßstab für alle Kirchen zu behandeln.

Das im Video dargestellte Engagement im Gottesdienst kann durch konkrete Beispiele erschlossen werden. Laien lesen biblische Texte vor, sprechen Fürbitten, singen im Chor, spielen Instrumente, begrüßen die Gemeinde, gestalten Angebote für Kinder oder helfen bei der Austeilung der Kommunion. Die genauen Aufgaben hängen von der jeweiligen Konfession und den örtlichen Regelungen ab. Die Lernenden können einen Gottesdienst beobachten und untersuchen, wie viele Personen an seiner Vorbereitung und Durchführung beteiligt sind.

Zur Vertiefung eignet sich eine Erkundung einer Kirchengemeinde. Die Lernenden können Gemeindebriefe, Netzseiten oder Schaukästen auswerten und verschiedene Tätigkeitsfelder sammeln. Möglich ist auch ein Gespräch mit ehrenamtlich engagierten Personen. Fragen können sich auf Motivation, Zeitaufwand, notwendige Fähigkeiten, schöne Erfahrungen und Schwierigkeiten beziehen. Die Ergebnisse lassen sich in Form eines Gemeindeplans oder einer Ausstellung präsentieren.

Der Begriff Diakonie wird im Video als Dienst am Mitmenschen erklärt. Im Unterricht sollte ergänzt werden, dass Diakonie eine Grundaufgabe christlicher Gemeinden bezeichnet und zugleich der Name des evangelischen Wohlfahrtsverbandes ist. Im katholischen Bereich übernimmt die Caritas vergleichbare soziale Aufgaben. Beide Organisationen betreiben unter anderem Beratungsstellen, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kindertagesstätten und Hilfsangebote für Menschen in schwierigen Lebenssituationen.

Die Beispiele Obdachlosenhilfe, Begleitung geflüchteter Menschen und Hospizarbeit ermöglichen einen Bezug zu ethischen Themen. Die Lernenden können untersuchen, welche Bedürfnisse betroffene Menschen haben und welche Form der Unterstützung respektvoll und hilfreich ist. Dabei sollte vermieden werden, hilfsbedürftige Menschen nur als Empfänger von Fürsorge darzustellen. Ihre Selbstbestimmung, Erfahrungen und Fähigkeiten müssen berücksichtigt werden.

Als biblische Grundlage eignen sich das Gleichnis vom barmherzigen Samariter, die Rede vom Weltgericht im Matthäusevangelium, die Erzählung von der Fußwaschung sowie Aussagen des Paulus über die Gemeinde als Leib mit vielen Gliedern. Die Lernenden können herausarbeiten, welches Verständnis von Nächstenliebe, Verantwortung und Gemeinschaft in den Texten erkennbar wird. Anschließend vergleichen sie die biblischen Aussagen mit den Beispielen aus dem Video.

Die Aussage Kirche sind die Menschen kann theologisch vertieft werden. Kirche bezeichnet sowohl ein Gebäude als auch eine Gemeinschaft des Glaubens und eine Institution. Die Lernenden können diese Bedeutungen unterscheiden und anhand von Beispielen erläutern. Sie erkennen dabei, dass eine Kirche ohne Menschen lediglich ein Gebäude wäre, eine Glaubensgemeinschaft jedoch auch außerhalb eines Kirchenraums handeln und feiern kann.

Das Video betont die Vorbildwirkung eines glaubwürdig gelebten Glaubens. Diese Aussage eignet sich für eine Diskussion über religiöse Authentizität. Die Lernenden können fragen, woran christliche Werte im Alltag erkennbar werden und ob gute Taten immer religiös begründet sein müssen. Dabei sollte deutlich werden, dass auch nicht religiöse Menschen Nächstenliebe, Solidarität und Verantwortung leben. Christliches Handeln erhält seine besondere Begründung aus dem Glauben, besitzt aber keinen alleinigen Anspruch auf moralisch gutes Verhalten.

Die Aufforderung zum eigenen Engagement sollte offen und freiwillig gestaltet werden. Lernende dürfen nicht dazu gedrängt werden, sich einer Kirchengemeinde anzuschließen oder ihren Glauben öffentlich zu bekennen. Sie können stattdessen überlegen, welche Fähigkeiten sie besitzen und wo diese der Gemeinschaft zugutekommen könnten. Mögliche Bereiche sind Sportvereine, Nachbarschaftshilfe, Umweltschutz, Lernbegleitung, soziale Projekte und kirchliche Angebote.

Methodisch kann eine Talentbörse durchgeführt werden. Die Lernenden benennen Fähigkeiten wie Zuhören, Organisieren, Musizieren, Gestalten, Erklären, Trösten oder technisches Arbeiten. Danach ordnen sie diesen Fähigkeiten mögliche Aufgaben in einer Gemeinde oder in der Gesellschaft zu. So wird deutlich, dass Engagement viele Formen annehmen kann und nicht nur auf öffentlich sichtbare Tätigkeiten beschränkt ist.

Die Sprache des Videos ist motivierend, enthält aber umgangssprachliche und vereinfachende Aussagen. Die Bezeichnung von Laien als unsichtbare Helden kann Anerkennung ausdrücken, zugleich aber die Frage aufwerfen, warum ihr Engagement häufig wenig sichtbar ist. Die Lernenden können ausgewählte Aussagen des Videos in eine sachliche Sprache übertragen und prüfen, welches Kirchenbild dadurch vermittelt wird. Dies fördert religiöse Medienkompetenz.

Zur Ergebnissicherung können die Lernenden ein Porträt einer lebendigen Kirchengemeinde erstellen. Darin werden Personen, Aufgaben, Angebote und soziale Projekte vorgestellt. Alternativ entwickeln sie eine Idee für ein eigenes Projekt, das Gemeinschaft, Nächstenliebe oder Verantwortung sichtbar macht. Die Planung sollte Ziel, Zielgruppe, benötigte Fähigkeiten, mögliche Partner und konkrete Arbeitsschritte enthalten.


Was bedeutet der Begriff Laien? Laien sind getaufte Mitglieder einer Kirche, die kein geistliches Weiheamt ausüben. Der Begriff bedeutet im kirchlichen Zusammenhang nicht, dass diese Menschen unerfahren oder unwichtig sind.

Warum sind Laien für eine Kirchengemeinde wichtig? Sie gestalten Gottesdienste, organisieren Veranstaltungen, übernehmen Verantwortung in Gruppen und Gremien, unterstützen soziale Projekte und leben ihren Glauben im Alltag. Ohne ihr Engagement könnten viele Angebote einer Gemeinde nicht bestehen.

Welche Aufgaben übernehmen Laien im Gottesdienst? Sie können biblische Texte vorlesen, Fürbitten sprechen, musizieren, im Chor singen, Kinderangebote gestalten oder bei der Kommunion mitwirken. Die möglichen Aufgaben unterscheiden sich je nach Konfession und Gemeinde.

Was geschieht hinter den Kulissen einer Gemeinde? Dort werden Gottesdienste, Feste, Bildungsangebote, Ausflüge, Besuchsdienste und Gruppenstunden vorbereitet. Auch Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit, Gebäudepflege und technische Aufgaben gehören dazu.

Was ist ein Ehrenamt? Ein Ehrenamt ist eine freiwillig übernommene Tätigkeit, die dem Gemeinwohl dient und in der Regel nicht wie eine berufliche Arbeit bezahlt wird. Ehrenamtlich Tätige übernehmen regelmäßig oder zeitlich begrenzt Verantwortung.

Was bedeutet Diakonie? Diakonie bedeutet Dienst am Mitmenschen. Sie gehört zu den Grundaufgaben christlicher Gemeinden und zeigt sich besonders in der Unterstützung von Menschen, die Hilfe benötigen.

Was ist der Unterschied zwischen Diakonie und Caritas? Beide Begriffe bezeichnen christlich begründete Hilfe für Mitmenschen. Diakonie ist zugleich der Name des evangelischen Wohlfahrtsverbandes. Caritas bezeichnet den katholischen Wohlfahrtsverband.

Welche sozialen Aufgaben können Gemeindemitglieder übernehmen? Sie können obdachlose Menschen unterstützen, geflüchtete Menschen begleiten, Kinder betreuen, ältere oder kranke Menschen besuchen, Trauernde unterstützen oder in der Hospizarbeit tätig sein.

Sind alle Ordensleute Priester? Nein. Ordensfrauen und viele Ordensmänner besitzen keine Priesterweihe. Sie leben nach den Regeln ihrer Ordensgemeinschaft und übernehmen unterschiedliche religiöse, soziale oder pädagogische Aufgaben.

Was ist der Unterschied zwischen einem kirchlichen Beruf und einem Ehrenamt? Menschen in kirchlichen Berufen arbeiten hauptberuflich für eine Kirche oder eine kirchliche Einrichtung. Ehrenamtlich Tätige engagieren sich freiwillig und erhalten dafür gewöhnlich kein reguläres Gehalt.

Warum ist Glaube nicht auf das Kirchengebäude beschränkt? Religiöse Überzeugungen können das Verhalten eines Menschen in Familie, Schule, Beruf und Freizeit prägen. Nächstenliebe, Gerechtigkeit, Vergebung und Verantwortung sollen nach christlichem Verständnis im gesamten Leben sichtbar werden.

Sind nur religiöse Menschen zu Nächstenliebe und sozialem Handeln fähig? Nein. Auch Menschen ohne religiösen Glauben setzen sich für andere ein. Christinnen und Christen begründen ihr soziales Handeln häufig mit dem Glauben an Gott und dem Vorbild Jesu.

Wie kann ein Mensch durch seinen Alltag zum Vorbild werden? Ein Mensch kann durch ehrliches, respektvolles, hilfsbereites und verantwortungsbewusstes Verhalten andere inspirieren. Entscheidend ist die Übereinstimmung zwischen den vertretenen Werten und dem eigenen Handeln.

Was macht eine Kirchengemeinde lebendig? Eine Gemeinde wird lebendig, wenn Menschen gemeinsam glauben, feiern, lernen, helfen, Verantwortung übernehmen und offen für andere sind. Unterschiedliche Begabungen und Perspektiven bereichern das Gemeindeleben.

Kann jeder Mensch in einer Gemeinde mitwirken? Grundsätzlich gibt es viele Möglichkeiten zur Beteiligung. Welche Aufgabe passend ist, hängt von den persönlichen Interessen, Fähigkeiten, zeitlichen Möglichkeiten und den Regeln der jeweiligen Gemeinde ab.

Wo können sich junge Menschen einbringen? Sie können in Jugendgruppen, Musikangeboten, sozialen Projekten, Ferienaktionen, Gottesdiensten, Besuchsdiensten, Umweltgruppen oder technischen Bereichen mitarbeiten. Engagement ist auch außerhalb einer Kirche möglich.

Welche Schwierigkeiten können im Ehrenamt entstehen? Mögliche Schwierigkeiten sind Zeitdruck, Überforderung, mangelnde Anerkennung, Konflikte oder unklare Zuständigkeiten. Deshalb benötigen ehrenamtlich Tätige gute Begleitung, Fortbildung und verlässliche Ansprechpersonen.

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 5

5G.4 Gemeinsam Kirche sein. Frühe Kirche und Gemeinde heute.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 5

5.3 In Gemeinschaft leben: Das Volk Gottes.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Ich und Wir – Christen leben in Gemeinschaft

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