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Bistum Rottenburg Stuttgart

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Der Ambo: Der Ort des Wortes Gottes

Veröffentlichung:20.4.2026

Das ca. 2-minütige Video stellt den Ambo als liturgischen Ort der Wortverkündigung vor. Es erklärt, wer am Ambo spricht (Priester, Lektoren und Lektorinnen), welche Vollzüge dort stattfinden (Lesungen, Evangelium, Predigt, Fürbitten) und beleuchtet die Etymologie des Begriffs (griech. „hinaufsteigen") als theologisches Zeichen für die Würde des Gotteswortes. Die Parallele zwischen dem Ambo als „Tisch des Wortes" und dem Altar als „Tisch des Brotes" wird abschließend explizit herausgestellt.

Das kurze Erklärvideo „Kirchenraum: Der Ambo“ stellt den Ambo als wichtigen liturgischen Ort in einer katholischen Kirche vor. Es erklärt, dass der Ambo einem Rednerpult ähnelt und sich meist gut sichtbar in der Nähe des Altars befindet. Von dort werden im Gottesdienst biblische Texte, das Evangelium, die Predigt und häufig auch die Fürbitten vorgetragen. Das Video unterscheidet zwischen den Aufgaben des Priesters und den Aufgaben der Lektorinnen und Lektoren aus der Kirchengemeinde. Außerdem erläutert es die Herkunft des Wortes Ambo, das auf ein griechisches Wort für das Hinaufsteigen zurückgeführt wird. Seine erhöhte Position verweist auf die besondere Bedeutung der Bibel als Wort Gottes. Abschließend bezeichnet das Video den Ambo als Tisch des Wortes und stellt ihm den Altar als Tisch des Brotes gegenüber. Dadurch werden Wortverkündigung und Eucharistie als zwei zentrale Bestandteile des katholischen Gottesdienstes miteinander verbunden.

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Das Video eignet sich für den Religionsunterricht in der Grundschule und in der Sekundarstufe. Es kann in Unterrichtseinheiten über den Kirchenraum, den katholischen Gottesdienst, die Bibel, die Verkündigung oder die Aufgaben innerhalb einer Kirchengemeinde eingesetzt werden. Besonders sinnvoll ist seine Verwendung vor oder nach einer Erkundung einer katholischen Kirche. Es kann auch mit einem weiteren Medium über den Altar verbunden werden. Durch den Vergleich von Ambo und Altar erkennen die Lernenden die besondere Bedeutung von Wortverkündigung und Eucharistie.


Als Einstieg kann die Lehrkraft ein Foto des Altarraums zeigen, auf dem Altar und Ambo deutlich zu erkennen sind. Die Lernenden beschreiben, welche Gegenstände sie sehen, und äußern Vermutungen zu deren Funktionen. Die Lehrkraft kann fragen, worin sich der Ambo von einem gewöhnlichen Rednerpult unterscheidet und warum er einen festen Platz im Kirchenraum besitzt. Dadurch wird vorhandenes Wissen aktiviert und die Aufmerksamkeit auf die Gestaltung des Raumes gelenkt.


Beim ersten Ansehen sollten die Lernenden das Video ohne einen umfangreichen Arbeitsauftrag betrachten. Anschließend nennen sie Begriffe und Aussagen, an die sie sich erinnern. Beim zweiten Ansehen können gezielte Beobachtungsaufträge verteilt werden. Eine Gruppe achtet auf die Gestaltung und den Standort des Ambos, eine weitere Gruppe auf die dort vorgetragenen Texte und eine dritte Gruppe auf die beteiligten Personen. Die Ergebnisse werden danach in einer Tabelle oder auf einem gemeinsamen Plakat festgehalten.


Die Begriffe Ambo, Lesung, Evangelium, Predigt, Fürbitte, Lektorin, Lektor und Wort Gottes sollten gemeinsam geklärt werden. Dafür eignen sich Wortkarten, die passenden Erklärungen und Bildern zugeordnet werden. Jüngere Lernende können eine Zeichnung des Ambos beschriften. Ältere Lernende können untersuchen, welche Funktion die einzelnen Texte innerhalb des Gottesdienstes besitzen. Dabei lässt sich zwischen biblischen Texten, ihrer Auslegung in der Predigt und den an Gott gerichteten Fürbitten unterscheiden.


Die Aussage des Videos, der Priester lese das Evangelium vor, sollte im Unterricht ergänzt werden. In der katholischen Liturgie wird das Evangelium von einem Diakon verkündet. Ist kein Diakon anwesend, übernimmt dies ein Priester. Die übrigen Lesungen werden in der Regel von Lektorinnen und Lektoren vorgetragen. Diese Ergänzung ermöglicht eine genauere Betrachtung der unterschiedlichen liturgischen Dienste und macht sichtbar, dass mehrere Mitglieder der Gemeinde an der Gestaltung des Gottesdienstes beteiligt sind.


Die erhöhte Position des Ambos kann zum Ausgangspunkt eines Gesprächs über die Bedeutung religiöser Texte werden. Die Lernenden überlegen, warum bestimmte Worte an einem besonderen Ort vorgetragen werden. Sie können darüber nachdenken, welche Worte ihnen selbst wichtig sind und unter welchen Bedingungen sie aufmerksam zuhören. So entsteht eine Verbindung zwischen der liturgischen Bedeutung des Ambos und der eigenen Erfahrung mit Sprache, Zuhören und Kommunikation.


Die Bezeichnung der Bibel als Wort Gottes verlangt eine altersgemäße theologische Klärung. Die Lernenden sollten nicht den Eindruck gewinnen, Gott habe den gesamten Bibeltext unmittelbar diktiert. Es kann erklärt werden, dass die biblischen Bücher von Menschen in unterschiedlichen Zeiten verfasst wurden und dass gläubige Menschen in diesen Texten Gottes Botschaft erkennen. In höheren Jahrgangsstufen kann zwischen Menschenwort und Gotteswort unterschieden werden. Dadurch wird ein reflektiertes Bibelverständnis gefördert.


Die Predigt kann als Verbindung zwischen biblischer Überlieferung und gegenwärtigem Leben erschlossen werden. Die Lernenden können einen kurzen Bibeltext lesen und formulieren, welche Bedeutung er für Menschen heute haben könnte. Anschließend verfassen sie eine kurze Ansprache in verständlicher Sprache. Bei dieser Aufgabe sollte deutlich werden, dass eine Predigt den biblischen Text nicht nur wiederholt, sondern deutet und mit Erfahrungen, Fragen und Herausforderungen der Gegenwart verbindet.


Für die Beschäftigung mit Fürbitten eignet sich eine kreative Schreibaufgabe. Die Lernenden überlegen, für welche Menschen und Anliegen sie bitten möchten. Dabei können persönliche, gesellschaftliche und weltweite Themen berücksichtigt werden. Niemand sollte gezwungen werden, ein eigenes Gebet zu formulieren oder vorzutragen. Alternativ können Wünsche und Hoffnungen in nicht religiöser Sprache ausgedrückt werden. So wird die religiöse Freiheit aller Lernenden berücksichtigt.


Bei einem Kirchenbesuch können die Lernenden den Ambo suchen, beschreiben und fotografisch dokumentieren, sofern dies vor Ort erlaubt ist. Sie untersuchen Material, Form, Höhe, Schmuck und Standort. Anschließend vergleichen sie den realen Ambo mit der Darstellung im Video. Falls die Kirche über ein einfaches Lesepult und einen fest gestalteten Ambo verfügt, kann der Unterschied thematisiert werden. Die Lernenden erkennen dadurch, dass nicht jedes beliebige Pult die gleiche liturgische Bedeutung besitzt.


Der Vergleich zwischen dem Tisch des Wortes und dem Tisch des Brotes eignet sich besonders zur Ergebnissicherung. In einer Tabelle können Ambo und Altar einander gegenübergestellt werden. Zum Ambo gehören Bibel, Lesung, Evangelium, Predigt und Fürbitten. Zum Altar gehören Brot, Wein und Eucharistie. Die gemeinsame Bedeutung liegt darin, dass die Gemeinde durch das Wort der Bibel und durch die Feier der Eucharistie mit Jesus Christus verbunden sein möchte.


Als Abschluss können die Lernenden einen kurzen Lexikoneintrag zum Ambo verfassen, ein Erklärplakat gestalten oder einen Audiobeitrag für eine Kirchenführung aufnehmen. Auch ein Rollenspiel ist möglich. Dabei übernehmen Lernende die Aufgaben von Lektorin, Lektor, Diakon, Priester und Mitgliedern der Gemeinde. Die Bewertung sollte sich auf fachliche Richtigkeit, verständliche Sprache und die korrekte Zuordnung der liturgischen Aufgaben beziehen. Persönliche religiöse Überzeugungen dürfen nicht bewertet werden.


Mögliche Fragestellungen zum Video mit Antworten:


Frage: Was ist ein Ambo? Antwort: Ein Ambo ist ein besonders gestalteter Ort für die Verkündigung biblischer Texte im Gottesdienst.


Frage: Wo steht der Ambo? Antwort: Er steht meist im vorderen Bereich der Kirche in der Nähe des Altars und ist für die Gemeinde gut sichtbar.


Frage: Warum ähnelt der Ambo einem Rednerpult? Antwort: Von ihm werden Texte vorgetragen, die von der versammelten Gemeinde gehört werden sollen.


Frage: Warum genügt nicht einfach ein Mikrofon? Antwort: Der Ambo ist nicht nur eine technische Hilfe, sondern ein liturgischer Ort mit einer besonderen religiösen Bedeutung.


Frage: Was wird während des Gottesdienstes am Ambo gelesen? Antwort: Dort werden vor allem die biblischen Lesungen und das Evangelium verkündet. Häufig werden auch die Fürbitten vom Ambo aus gesprochen.


Frage: Wer trägt die Lesungen vor? Antwort: Die Lesungen werden in der Regel von Lektorinnen und Lektoren aus der Gemeinde vorgetragen.


Frage: Wer verkündet das Evangelium? Antwort: Das Evangelium wird von einem Diakon verkündet. Ist kein Diakon anwesend, übernimmt ein Priester diese Aufgabe.


Frage: Was sind Lektorinnen und Lektoren? Antwort: Sie sind Mitglieder der Gemeinde, die im Gottesdienst biblische Lesungen vortragen.


Frage: Was bedeutet das Wort Ambo? Antwort: Es wird auf ein griechisches Wort zurückgeführt, das Hinaufsteigen bedeutet.


Frage: Warum steht der Ambo häufig etwas erhöht? Antwort: Seine erhöhte Position verbessert die Sichtbarkeit und macht die besondere Bedeutung des verkündeten Wortes deutlich.


Frage: Warum wird die Bibel als Wort Gottes bezeichnet? Antwort: Christinnen und Christen glauben, dass ihnen in den von Menschen verfassten biblischen Texten Gottes Botschaft begegnet.


Frage: Was ist eine Predigt? Antwort: Eine Predigt erklärt und deutet einen biblischen Text und stellt eine Verbindung zum Leben der Menschen in der Gegenwart her.


Frage: Wer hält die Predigt? Antwort: In der katholischen Messe wird die Predigt von einem Bischof, einem Priester oder einem Diakon gehalten.


Frage: Was sind Fürbitten? Antwort: Fürbitten sind Gebete, in denen Menschen Gott die Sorgen, Hoffnungen und Anliegen anderer Menschen sowie der Welt anvertrauen.


Frage: Warum können Fürbitten von Mitgliedern der Gemeinde gesprochen werden? Antwort: Sie bringen die gemeinsamen Anliegen der versammelten Gemeinde zum Ausdruck.


Frage: Warum heißt der Ambo Tisch des Wortes? Antwort: Vom Ambo wird der Gemeinde die biblische Botschaft verkündet. Diese soll den Glauben der Menschen stärken und ihnen Orientierung geben.


Frage: Warum wird der Altar Tisch des Brotes genannt? Antwort: Am Altar wird die Eucharistie mit Brot und Wein gefeiert.


Frage: Welche Verbindung besteht zwischen Ambo und Altar? Antwort: Der Ambo steht für die Verkündigung des Wortes Gottes, während der Altar für die Feier der Eucharistie steht. Beide sind zentrale Orte des katholischen Gottesdienstes.


Das Video ist inhaltlich eng mit dem Altar-Video (01) verknüpft und sollte idealerweise im Verbund mit diesem eingesetzt werden: Beide zusammen erschließen die Zweipoligkeit der katholischen Eucharistiefeier (Wort- und Mahlliturgie) auf anschauliche Weise. Die strukturelle Parallelität – Ambo als Tisch des Wortes, Altar als Tisch des Brotes – ist ein didaktisch fruchtbares Konzept, das die Einheit der Messe aus zwei Quellen erfahrbar macht.

Methodisch eignet sich das Video gut für eine vergleichende Bildanalyse: Schülerinnen und Schüler können Altar und Ambo anhand von Kirchenfotos oder einer Begehung gegenüberstellen und Gemeinsamkeiten (Erhöhung, Zentralität, Weihecharakter) sowie Unterschiede herausarbeiten. Die etymologische Herleitung des Begriffs „Ambo" bietet einen niedrigschwelligen sprachgeschichtlichen Einstieg, der auch im fächerübergreifenden Kontext mit dem Lateinunterricht genutzt werden kann.

Das Thema Lektorat eröffnet zudem eine Perspektive auf Partizipation in der Kirche und das Priestertum aller Gläubigen, was für ältere Lernende (Klasse 8–9) weitergeführt werden kann. Für jüngere Lernende genügt die Feststellung, dass nicht nur der Priester am Ambo sprechen darf.

Differenzierung: Rollenkarten (Priester, Lektor/in, Gemeinde) können helfen, die verschiedenen Akteure und ihre Aufgaben im Gottesdienst handelnd zu erschließen. Das Video ist mit knapp zwei Minuten sehr kurz und eignet sich für mehrfaches Ansehen.

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