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ERF Jess – Talkwerk

ERF Jess – Talkwerk

Wie ein überzeugter Atheist Gott für sich entdeckte

Vom Suchti zum Pfarrer

Veröffentlichung:8.2.2023

Das Video erzählt die persönliche Lebensgeschichte eines evangelischen Pfarrers, der offen über seine Jugend, seinen Drogenkonsum und seinen späteren Weg zum christlichen Glauben berichtet. Er beschreibt, wie der Wunsch nach Anerkennung, Zugehörigkeit und einem besonderen Lebensgefühl ihn schon als Jugendlicher zum regelmäßigen Cannabiskonsum führte. Aus gelegentlichem Konsum entwickelte sich eine Abhängigkeit, die seinen Schulalltag, seine Leistungen und seine psychische Gesundheit zunehmend belastete. Nach einer schweren Panikattacke entschloss er sich, sein Leben grundlegend zu verändern. Durch die Begegnung mit einer christlichen Mitschülerin, ihrer Familie und einer Kirchengemeinde begann ein längerer Prozess der Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben. Das Video macht deutlich, dass Glaube nicht durch einen einzigen Moment entsteht, sondern sich über längere Zeit entwickeln kann. Gleichzeitig betont der Sprecher die Bedeutung einer verständlichen Sprache, damit die christliche Botschaft Menschen ohne religiöse Vorkenntnisse erreichen kann.

Nicolai Opifanti wächst als Einzelkind und Außenseiter auf. In seiner Schulklasse fühlt er sich isoliert, Freunde hat er keine. Als er 15 Jahre alt ist, ändert sich das: Nicolai Opifanti findet neue Freunde und gehört endlich dazu. Doch seine neue Clique hat keinen guten Einfluss auf den Jugendlichen. Ihre Freizeitbeschäftigung besteht vor allem aus dem Konsum von Cannabis. Für Nicolai Opifanti wird Kiffen bald schon zur Sucht. Der Drogenkonsum wirkt sich auch auf seine Schulnoten aus. Er bekommt Panikattacken und spürt, wie ihm die Kontrolle immer mehr entgleitet. Doch ausgerechnet im Glauben findet der überzeugte Atheist Halt. Heute ist er Pfarrer und erzählt seine außergewöhnliche Geschichte im Talkwerk.


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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht in der Sekundarstufe, wenn Themen wie Identität, Sinnsuche, Sucht, Freiheit, Freundschaft, Lebensentscheidungen, Glaubensbiografien oder Bekehrung behandelt werden. Die authentische Erzählweise ermöglicht Lernenden einen lebensnahen Zugang zu religiösen Fragestellungen und lädt dazu ein, über eigene Werte, Sehnsüchte und Entscheidungen nachzudenken.

Vor dem Ansehen können Lernende überlegen, welche Wünsche Jugendliche häufig antreiben und warum Zugehörigkeit zu einer Gruppe eine so große Bedeutung besitzt. Ebenso kann gesammelt werden, welche Vorstellungen Jugendliche von Glück, Freiheit und Anerkennung haben. Dadurch werden die persönlichen Erfahrungen der Lernenden mit den Themen des Videos verbunden.

Während des Videos bietet sich ein Arbeitsauftrag an, bei dem Lernende wichtige Stationen der Lebensgeschichte notieren. Dazu gehören die Suche nach Anerkennung, der Einstieg in den Drogenkonsum, die zunehmende Abhängigkeit, die Panikattacke, die Begegnung mit christlichen Menschen, das Interesse an der Bibel und die schrittweise Hinwendung zum Glauben. Anschließend können diese Stationen auf einer Zeitleiste dargestellt werden.

Nach dem Ansehen eignet sich das Video hervorragend für eine vertiefende Diskussion. Dabei kann gemeinsam erarbeitet werden, welche Ursachen eine Sucht haben kann und welche Rolle Freundschaften, Vorbilder und Gemeinschaft für persönliche Entscheidungen spielen. Ebenso können Lernende darüber nachdenken, weshalb der Erzähler in christlichen Menschen etwas gefunden hat, das ihm zuvor gefehlt hatte. Dabei wird deutlich, dass nicht Argumente allein, sondern glaubwürdige Menschen und gelebte Gemeinschaft den Glaubensweg des Erzählers geprägt haben.

Methodisch bietet sich eine Gruppenarbeit an. Eine Gruppe untersucht die Ursachen der Suchtentwicklung, eine weitere beschäftigt sich mit den Wendepunkten im Leben des Erzählers, eine dritte arbeitet heraus, welche Bedeutung die christliche Gemeinschaft für seinen Lebensweg hatte, und eine vierte Gruppe sammelt Aussagen darüber, wie christlicher Glaube heute verständlich vermittelt werden kann. Anschließend können die Ergebnisse im Plenum vorgestellt und miteinander verglichen werden.

Das Video eröffnet außerdem Möglichkeiten für einen fächerübergreifenden Unterricht mit Ethik oder Biologie, wenn Themen wie Suchtprävention, psychische Gesundheit oder Gruppenverhalten behandelt werden. Gleichzeitig fördert es die Reflexion über religiöse Erfahrungen und zeigt, dass Glaube häufig als persönlicher Entwicklungsprozess verstanden werden kann. Die Lebensgeschichte des Erzählers bietet zahlreiche Gesprächsanlässe, ohne Lernende zu einer bestimmten religiösen Haltung zu drängen.


Fragestellungen zum Video mit Antworten


Warum begann der Erzähler mit dem Cannabiskonsum?

Er suchte Anerkennung, Zugehörigkeit und das Gefühl, etwas Besonderes zu sein.


Wie entwickelte sich der Konsum im Laufe der Zeit?

Aus gelegentlichem Konsum wurde eine tägliche Gewohnheit, die schließlich zu einer Abhängigkeit führte.


Welche Folgen hatte die Sucht für sein Leben?

Seine schulischen Leistungen verschlechterten sich, er blieb sitzen und litt unter psychischen Belastungen.


Welches Ereignis führte zu einem Wendepunkt?

Eine schwere Panikattacke während eines Urlaubs machte ihm deutlich, dass sich sein Leben verändern musste.


Warum fiel es ihm schwer, mit dem Konsum aufzuhören?

Er war an das Lebensgefühl gewöhnt, das er mit dem Konsum verband, und griff zunächst trotz der negativen Erfahrungen wieder zu Drogen.


Welche Menschen beeinflussten seinen weiteren Lebensweg besonders?

Eine christliche Mitschülerin, ihre Familie und die Menschen in ihrer Kirchengemeinde wurden für ihn wichtige Vorbilder.


Wie entwickelte sich sein christlicher Glaube?

Er entstand schrittweise durch Gespräche, das Lesen der Bibel, Besuche von Gottesdiensten und persönliche Erfahrungen.


Welche Rolle spielte die Bibel für seine Glaubensentwicklung?

Er begann zunächst aus Interesse in der Bibel zu lesen und setzte sich intensiv mit ihren Aussagen auseinander.


Welche Erkenntnis gewann der Erzähler über seinen eigenen Wert?

Er erkannte, dass der Wert eines Menschen nicht von Coolness, Leistung oder einem außergewöhnlichen Lebensstil abhängt.


Welche Botschaft möchte der Erzähler heute weitergeben?

Christlicher Glaube sollte verständlich vermittelt werden und Menschen zeigen, dass sie unabhängig von Leistung oder Anerkennung angenommen und wertvoll sind.

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