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Bistum Speyer

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Das Pfingstereignis Apg 2, 1 – 13

Veröffentlichung:1.1.2026

Die vorliegende Präsentation zum Pfingstereignis aus Apostelgeschichte 2,1–13 mit 12 Seiten, beschreibt die Deutung von Pfingsten als Erfüllung von Gottes Verheißung sowie als Beginn der Ausgießung des Heiligen Geistes auf die gesamte Gemeinschaft der Glaubenden. Die Präsentation zeigt anhand von Textauszügen und Visualisierungen, dass das Geschehen von Wind und Feuer als Theophanie gedeutet werden kann und dass die Vielsprachigkeit als Zeichen für die universale Verständigung durch den Geist Gottes steht. Darüber hinaus wird der heilsgeschichtliche Zusammenhang mit Ostern und Himmelfahrt herausgestellt sowie die Einordnung in die Tradition Israels, etwa durch Bezüge zum Sinaiereignis und prophetische Verheißungen. Auch die Ausbreitung des Geistes in der frühen Kirche wird thematisiert.

Das Medium „Das Pfingstereignis“ erschließt die Erzählung aus Apostelgeschichte 2,1 bis 13 in ihrem biblischen und theologischen Zusammenhang. Die Präsentation zeigt Pfingsten als Erfüllung göttlicher Verheißungen innerhalb des Lukasevangeliums und der Apostelgeschichte. Dabei verbindet sie Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten als Stationen der Christusgeschichte. Zugleich stellt sie Bezüge zur Geschichte Israels, zum jüdischen Wochenfest Schawuot, zur Gabe der Tora am Sinai und zur Verheißung der Ausgießung des Geistes im Buch Joel her. Die Pfingsterzählung wird unter drei Leitgedanken entfaltet: Gottes Plan geht in Erfüllung, Gottes Geist ist für alle bestimmt und der eine Geist zeigt sich in der Vielfalt. Die Präsentation verdeutlicht, dass nicht nur die Apostel, sondern die gesamte Gemeinschaft der Jüngerinnen und Jünger vom Geist ergriffen wird. Das vielsprachige Reden und Hören erscheint als Wirkung des einen Geistgeschehens. Die sprachliche Vielfalt wird nicht beseitigt, sondern ein Verstehen über Grenzen hinweg ermöglicht. Durch den Vergleich mit dem Turmbau zu Babel sowie mit Aussagen des Paulus über Geistgaben und Zungenrede wird herausgestellt, dass Pfingsten Gemeinschaft in Vielfalt begründet. Abschließend fasst das Medium Pfingsten als individuellen und gemeinschaftlichen Erfahrungsraum zusammen, in dem der auferstandene Christus gegenwärtig bleibt und die Botschaft Gottes grundsätzlich allen Menschen gilt.

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Die Präsentation eignet sich besonders für den Religionsunterricht in der Sekundarstufe I und II sowie für die Arbeit in kirchlichen Bildungsangeboten. Aufgrund ihrer theologischen Dichte sollte sie nicht ohne begleitende Erläuterungen gezeigt werden. Die einzelnen Folien können schrittweise in eine Unterrichtsreihe zu Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten, Heiliger Geist, Kirche oder religiöser Vielfalt eingebunden werden. Ein möglicher Einstieg erfolgt über die Frage, welche Bilder, Farben, Symbole und Erfahrungen die Lernenden mit Pfingsten verbinden. Die Antworten können zunächst gesammelt werden, ohne sie unmittelbar zu bewerten. Dadurch werden Vorwissen, persönliche Vorstellungen und mögliche Wissenslücken sichtbar.

Anschließend kann Apostelgeschichte 2,1 bis 13 gemeinsam gelesen werden. Die Lernenden markieren darin Personen, Orte, sinnliche Wahrnehmungen, Reaktionen und Wirkungen. Dabei können Feuer, Wind, Sprache und Verstehen als zentrale Symbole herausgearbeitet werden. Die Lehrkraft sollte verdeutlichen, dass der Text keine sachliche Beschreibung eines gewöhnlichen Vorgangs liefern möchte, sondern eine religiöse Erfahrung in bildhafter Sprache deutet. Die Lernenden können untersuchen, was gesehen, gehört und erlebt wird und welche Bedeutung die einzelnen Bilder besitzen. Feuer kann für Gottes Gegenwart, Kraft, Reinigung und Begeisterung stehen. Wind kann als Zeichen einer unsichtbaren, aber spürbaren Wirkung verstanden werden. Die verschiedenen Sprachen bringen zum Ausdruck, dass die Botschaft Gottes Menschen unterschiedlicher Herkunft erreichen soll.

Für die Arbeit mit der Präsentation bietet sich eine Aufteilung in drei thematische Bereiche an. Eine Gruppe untersucht den Gedanken, dass Gottes Plan in Erfüllung geht. Eine zweite Gruppe beschäftigt sich mit der Aussage, dass Gottes Geist für alle bestimmt ist. Eine dritte Gruppe erschließt den Zusammenhang von Geist, Vielfalt und Verständigung. Die Lernenden können zentrale Aussagen der Folien in eigenen Worten wiedergeben, passende Bibelstellen zuordnen und eine Überschrift für ihren Themenbereich formulieren. Anschließend werden die Ergebnisse vorgestellt und zu einer gemeinsamen Deutung des Pfingstereignisses verbunden.

Die Folien zur Verheißung und Erfüllung ermöglichen eine vertiefende Arbeit mit dem Lukasevangelium und der Apostelgeschichte. Die Lernenden vergleichen Lukas 1,35, Lukas 3,16, Lukas 24,49, Apostelgeschichte 1,4 und Apostelgeschichte 2. Dabei untersuchen sie, wie das Kommen des Heiligen Geistes angekündigt, vorbereitet und schließlich erzählt wird. Für leistungsstärkere Lerngruppen kann der Begriff lukanisches Doppelwerk eingeführt werden. Die Lernenden erkennen, dass Evangelium und Apostelgeschichte eine zusammenhängende Darstellung bilden und dass Pfingsten innerhalb dieser Erzählung keinen isolierten Vorgang darstellt.

Der Vergleich der biblischen Darstellungen von Ostern, Himmelfahrt und Geistempfang fördert die Wahrnehmung unterschiedlicher theologischer Perspektiven. Die Lernenden können herausarbeiten, dass Lukas und Johannes den Empfang des Geistes verschieden erzählen. Daraus ergibt sich die Einsicht, dass biblische Texte Glaubenserfahrungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln deuten. Die Unterschiede sollten nicht vorschnell als Widersprüche bewertet werden. Vielmehr kann gefragt werden, welche Aussageabsicht die jeweilige Darstellung verfolgt und was beide Überlieferungen miteinander verbindet.

Die heilsgeschichtlichen Bezüge zum jüdischen Wochenfest und zur Gabe der Tora verlangen eine sensible Behandlung. Die Lehrkraft sollte das Judentum nicht lediglich als Vorstufe des Christentums darstellen. Schawuot ist ein lebendiges jüdisches Fest mit eigener religiöser Bedeutung. Die Lernenden können Gemeinsamkeiten zwischen der Sinaierzählung und der Pfingsterzählung untersuchen, etwa Feuer, Stimme, Offenbarung und Gemeinschaft. Gleichzeitig müssen Unterschiede wahrgenommen werden. So wird ein respektvoller Zugang zur jüdischen Tradition gefördert und einer vereinnahmenden Deutung entgegengewirkt.

Die Karte zur jüdischen Diaspora eignet sich für einen geografischen Zugang. Die Lernenden können die genannten Regionen suchen und nachvollziehen, weshalb sich Menschen verschiedener Sprachen in Jerusalem aufhielten. Dadurch wird verständlich, warum die Pfingsterzählung von sprachlicher Vielfalt berichtet. Die Karte kann mit der Frage verbunden werden, wie sich eine Botschaft ohne moderne Medien über große Entfernungen verbreiten konnte. Die Lernenden erkennen, dass Pfingsten in der Apostelgeschichte den Beginn einer Bewegung darstellt, die Jerusalem überschreitet und sich an immer weitere Menschengruppen richtet.

Besonders ergiebig ist der Vergleich zwischen Pfingsten und dem Turmbau zu Babel. Die Lernenden können beide Erzählungen zunächst getrennt untersuchen und danach Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede benennen. In der Erzählung von Babel führt menschliches Streben nach Größe zur Störung der Verständigung. In der Pfingsterzählung bleibt die Verschiedenheit der Sprachen erhalten, doch Verständigung wird möglich. Pfingsten bedeutet daher nicht die Aufhebung von Vielfalt. Die Erzählung entwirft vielmehr die Vision einer Gemeinschaft, in der Menschen trotz ihrer Unterschiede einander verstehen können. Dieser Gedanke kann auf die Lebenswelt der Lernenden übertragen werden. Mögliche Themen sind Mehrsprachigkeit, kulturelle Vielfalt, Verständigungsprobleme, Ausgrenzung, Vorurteile und gelingende Gemeinschaft.

Die Unterscheidung zwischen verständlichem Reden und Zungenrede kann anhand von Apostelgeschichte 2 und 1 Korinther 12 bis 14 erarbeitet werden. Die Lernenden untersuchen, welche Wirkung das Reden jeweils auf andere Menschen hat. Während Paulus zwischen unterschiedlichen Geistgaben unterscheidet und die Verständlichkeit für die Gemeinde betont, erzählt die Apostelgeschichte von einer Verständigung über sprachliche Grenzen hinweg. Daraus kann die Frage entstehen, woran sich das Wirken des Geistes erkennen lässt. Als mögliche Kriterien können Verständigung, Ermutigung, Gemeinschaft, Wahrhaftigkeit und Verantwortung diskutiert werden.

Für einen kreativen Zugang können die Lernenden ein eigenes Pfingstbild gestalten und ihre Auswahl von Farben, Formen und Symbolen erläutern. Die in der Präsentation enthaltenen Kunstwerke von El Greco und Pieter Bruegel können hierfür als Ausgangspunkt dienen. Alternativ verfassen die Lernenden einen inneren Monolog aus der Perspektive einer Person, die das Pfingstereignis erlebt. Auch eine moderne Übertragung ist möglich: Die Lernenden entwickeln eine Szene, in der Menschen mit unterschiedlichen Sprachen, Erfahrungen oder Überzeugungen zu gegenseitigem Verstehen gelangen.

Als Abschluss kann die Aussage „In der Vielfalt ist Verstehen möglich“ diskutiert werden. Die Lernenden nehmen begründet Stellung und beziehen die Aussage auf Schule, Kirche und Gesellschaft. Dabei sollte auch die Ergänzung der Präsentation berücksichtigt werden, dass Verstehen Hörbereitschaft voraussetzt. In einem Lerntagebuch können die Lernenden festhalten, welche Bedeutung Pfingsten für die Entstehung der Kirche besitzt, wie sie den Heiligen Geist verstehen und welche Verantwortung aus dem Pfingstereignis für das Zusammenleben erwächst. Zur Sicherung eignen sich außerdem ein Begriffsnetz, eine zusammenfassende Deutung, ein Lernplakat oder eine selbst gestaltete Folie zu einer zentralen Aussage des Mediums.


Die Präsentation eignet sich besonders für eine strukturierte Erarbeitung des Pfingstgeschehens im Kontext der Bibel, indem Lernenden sowohl der biblische Text als auch seine Deutung erschlossen werden. Methodisch kann die Präsentation in Phasen gegliedert eingesetzt werden, etwa durch eine erste Bildbetrachtung zur Aktivierung von Vorwissen, gefolgt von einer gelenkten Texterschließung in Partnerarbeit, bei der zentrale Begriffe wie Geist, Feuer, Sprache oder Gemeinschaft herausgearbeitet werden. Die Visualisierungen etwa zur geografischen Ausbreitung oder zur Vielfalt der Sprachen auf den Seiten 8 und 9 ermöglichen einen Zugang über Bilder und fördern das Verstehen komplexer theologischer Aussagen. Besonders fruchtbar ist eine arbeitsteilige Gruppenarbeit, in der unterschiedliche Aspekte wie Verheißung und Erfüllung, Gemeinschaftserfahrung oder Sprachwunder erarbeitet und anschließend präsentiert werden. Eine Vertiefung kann durch den Vergleich mit anderen biblischen Texten erfolgen, etwa mit der Babelerzählung oder paulinischen Aussagen zur Vielfalt der Geistesgaben. Reflexionsphasen sollten Lernenden Raum geben, die Bedeutung von Verständigung und Vielfalt für das eigene Leben zu erschließen. Insgesamt unterstützt das Medium einen kompetenzorientierten Unterricht, der sowohl biblisches Wissen als auch Deutungsfähigkeit und persönliche Urteilsbildung fördert

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5G.4 Gemeinsam Kirche sein. Frühe Kirche und Gemeinde heute.

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5.3 In Gemeinschaft leben: Das Volk Gottes.

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