RU-digitalRU-digital-logo
1 Bild
Deutsche Welle Glaubenssachen

Deutsche Welle Glaubenssachen

Unglaublich?

Veröffentlichung:10.8.2025

Das Audio entfaltet am Beispiel von Mariä Himmelfahrt, Ferragosto und der Marienverehrung eine kritische religionsgeschichtliche Perspektive auf katholische Frömmigkeit, kirchliche Dogmenbildung und konfessionelle Unterschiede. Im Mittelpunkt stehen die Aufnahme Mariens in den Himmel, die Bedeutung des 15. August in Italien, die künstlerische Darstellung durch Tizian und andere Maler sowie die ambivalente Geschichte der Rosenkranzfrömmigkeit. Zugleich thematisiert der Text problematische Zusammenhänge von Marienverehrung, Frauenbild, Hexenverfolgung, Machtmissbrauch und geistlicher Gewalt. Dem wird ein anderes Marienbild gegenübergestellt: Maria als Stimme der Befreiung im Magnificat, als Symbol für Gerechtigkeit, Widerstand und die Hoffnung auf eine Umkehr gesellschaftlicher Machtverhältnisse.

Das Audio „Unglaublich?“ von Bernward Kalbhenn beschäftigt sich mit der Geschichte und der heutigen Deutung der Aufnahme Marias in den Himmel. Ausgangspunkt ist das monumentale Gemälde „Assunta“ von Tizian. Obwohl die Bibel nicht von einer Himmelfahrt Marias berichtet, wurde ihre Aufnahme mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit im Jahr 1950 durch Papst Pius XII. zum verbindlichen katholischen Glaubenssatz erklärt. Die Sendung verfolgt die Entwicklung der Marienverehrung vom fünften Jahrhundert über die Rosenkranzfrömmigkeit und die konfessionellen Auseinandersetzungen der Reformationszeit bis in das zwanzigste Jahrhundert. Dabei werden auch problematische Verbindungen zu religiöser Macht, Ablasswesen, Glaubenskriegen, Hexenverfolgungen, Frauenfeindlichkeit und geistlichem Missbrauch aufgezeigt. Diesen Entwicklungen stellt das Audio Maria als mutige und widerständige Frau des Magnificats gegenüber. Abschließend wird vorgeschlagen, biblische und religiöse Bilder nicht als naturwissenschaftliche Tatsachenberichte, sondern als poetische und spirituelle Ausdrucksformen zu verstehen.

Products

Das Audio eignet sich besonders für den Religionsunterricht in der Sekundarstufe II sowie mit sorgfältiger Auswahl einzelner Abschnitte für höhere Jahrgänge der Sekundarstufe I. Es kann in Unterrichtseinheiten zu Maria, katholischer und evangelischer Lehre, Bibel und Tradition, Dogmen, religiöser Sprache, Frauenbildern, Kirchengeschichte, Macht und Missbrauch sowie Kunst und Religion eingesetzt werden. Die Sendung ermöglicht einen mehrperspektivischen Zugang, weil sie theologische, historische, konfessionelle, gesellschaftliche und kunstgeschichtliche Aspekte miteinander verbindet.

Als Einstieg kann Tizians Gemälde „Assunta“ betrachtet werden. Die Lernenden beschreiben zunächst ausschließlich, was sie auf dem Bild erkennen. Anschließend formulieren sie Vermutungen über Bewegungsrichtungen, Farben, Gesten und die dargestellten Beziehungen zwischen Himmel und Erde. Erst danach erhalten sie den Titel und Hintergrundinformationen. Dieses Vorgehen fördert die genaue Wahrnehmung und verhindert, dass eine vorgegebene religiöse Deutung die eigene Bildbetrachtung sofort bestimmt.


Vor dem Hören sollte geklärt werden, dass die Formulierung „Mariä Himmelfahrt“ zwar im allgemeinen Sprachgebrauch verbreitet ist, die katholische Lehre aber von der Aufnahme Marias in den Himmel spricht. Damit wird ein Unterschied zur Himmelfahrt Christi markiert. Die Lernenden können außerdem ihr Vorwissen zu Maria sammeln und die Aussagen den Kategorien Bibel, kirchliche Tradition, persönliche Vorstellung und Kunst zuordnen. So wird sichtbar, dass verbreitete religiöse Vorstellungen nicht automatisch biblisch belegt sind.

Das Audio kann in Sinnabschnitten gehört werden. Für den ersten Abschnitt erhalten die Lernenden den Auftrag, Informationen über Ferragosto, das Fest am 15. August und Tizians Gemälde festzuhalten. Im zweiten Abschnitt untersuchen sie die Entwicklung der Rosenkranzfrömmigkeit und die konfessionellen Konflikte. Im dritten Abschnitt achten sie auf Zusammenhänge zwischen Marienverehrung, Frauenbildern, Hexenverfolgung und geistlichem Missbrauch. Der letzte Abschnitt wird unter der Frage gehört, wie religiöse Bilder heute verstanden werden können.

Die Ergebnisse können in einer Zeitleiste geordnet werden. Wichtige Stationen sind die Entstehung des Festes in der Spätantike, die mittelalterliche Marienverehrung, die Reformation, die Gegenreformation, das marianische Jahrhundert und die Verkündigung des Dogmas im Jahr 1950. Dabei sollten die Lernenden zwischen historisch belegbaren Ereignissen, theologischen Aussagen und späteren Deutungen unterscheiden. Diese Unterscheidung fördert eine reflektierte religiöse Urteilskompetenz.

Für das konfessionelle Lernen bietet sich eine Gegenüberstellung katholischer und evangelischer Sichtweisen an. Die Lernenden können untersuchen, weshalb Maria in der katholischen Frömmigkeit eine wesentlich größere Bedeutung besitzt und weshalb Reformatoren die Rosenkranzpraxis kritisierten. Dabei sollte vermieden werden, eine Konfession pauschal abzuwerten. Ziel ist es, unterschiedliche theologische Begründungen zu verstehen und zugleich problematische historische Instrumentalisierungen kritisch zu prüfen.

Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Frage nach dem Verhältnis von Religion und Macht. Das Audio schildert, wie der Rosenkranz im konfessionellen Kampf verwendet, ein militärischer Sieg religiös gedeutet und Marienverehrung zur Stärkung kirchlicher Autorität eingesetzt wurde. Die Lernenden können herausarbeiten, wann Frömmigkeit Menschen stärkt und wann sie von Institutionen für politische oder soziale Zwecke genutzt wird. Eine geeignete Leitfrage lautet: Wer gewinnt Macht durch eine bestimmte religiöse Deutung und wer verliert Handlungsmöglichkeiten?

Besondere Sensibilität verlangt der Abschnitt über sexualisierte Gewalt und geistlichen Missbrauch im Kloster Sant’Ambrogio. Vor dem Hören sollte eine klare inhaltliche Ankündigung erfolgen. Persönliche Erfahrungen dürfen nicht erfragt werden. Lernende müssen die Möglichkeit erhalten, den Raum zu verlassen oder eine alternative Aufgabe zu bearbeiten. Im Unterricht steht die Analyse von Machtstrukturen im Mittelpunkt. Die Lehrkraft sollte deutlich machen, dass religiöse Ämter und Frömmigkeitsformen zur Verschleierung von Gewalt missbraucht werden können.

Der Zusammenhang von Marienverehrung und Hexenverfolgung ermöglicht eine kritische Untersuchung religiöser Frauenbilder. Maria wurde als rein, gehorsam, jungfräulich und demütig idealisiert, während andere Frauen als sündig, gefährlich oder sexuell bedrohlich dargestellt wurden. Die Lernenden können diese Gegensätze untersuchen und fragen, welche Erwartungen an Frauen damit verbunden waren. Wichtig ist die Erkenntnis, dass die Idealisierung einer einzelnen Frau nicht automatisch zur Anerkennung und Gleichberechtigung aller Frauen führt.

Als Gegenbild kann das Magnificat aus dem Lukasevangelium gelesen werden. Dort erscheint Maria als eine Frau, die den Sturz der Mächtigen und die Erhöhung der Erniedrigten besingt. Die Lernenden vergleichen dieses Bild mit der entrückten Himmelskönigin und der gehorsamen Jungfrau. Anschließend formulieren sie, welches gesellschaftliche und politische Potenzial im Magnificat liegt. Die erwähnte Bischöfin Mariann Budde kann als Beispiel dafür dienen, wie religiöse Sprache zur Kritik an Macht, Ausgrenzung und fehlender Barmherzigkeit eingesetzt wird.

Eine weitere Unterrichtsphase sollte der Sprache religiöser Texte gewidmet werden. Die Lernenden unterscheiden zwischen Tatsachensprache, Bildsprache, poetischer Sprache und Bekenntnissprache. Sie prüfen, ob die Aussage von der Aufnahme Marias in den Himmel eine historische Beschreibung, ein religiöses Symbol oder eine Hoffnungsaussage sein könnte. Dadurch wird deutlich, dass ein nicht wörtliches Verständnis religiöser Sprache nicht zwangsläufig eine Ablehnung des Glaubens bedeutet.

Zur Vertiefung können die Lernenden das Dogma aus dem Jahr 1950 in eigene Worte übertragen. Danach formulieren sie unterschiedliche Deutungen. Eine traditionelle katholische Deutung betont, dass Maria mit ihrer gesamten Person bei Gott vollendet ist. Eine symbolische Deutung kann darin die Hoffnung erkennen, dass der menschliche Leib nicht bedeutungslos ist und der Tod nicht das letzte Wort behält. Eine kritische Deutung fragt nach kirchlicher Autorität und danach, weshalb eine nicht ausdrücklich biblisch belegte Vorstellung verbindlich gemacht wurde.

Als kreative Sicherung können die Lernenden ein Bild, eine Collage oder einen kurzen Audiokommentar zur Frage gestalten, was „Himmel“ bedeuten kann. Alternativ verfassen sie einen fiktiven Dialog zwischen einer katholischen und einer evangelischen Person über Maria. Die Gesprächsbeiträge müssen jeweils sachlich begründet sein. Abschließend beantworten die Lernenden die Frage, unter welchen Bedingungen religiöse Bilder auch für Menschen verständlich werden können, die sie nicht wörtlich glauben.


Für den Religionsunterricht eignet sich das Medium besonders, um Lernenden die Vielschichtigkeit religiöser Traditionen bewusst zu machen. Didaktisch eröffnet der Text einen Zugang zu der Frage, wie Glaubensinhalte entstehen, wie sie gefeiert, dargestellt, gedeutet und auch kritisch hinterfragt werden können. Lernende können zunächst ihr Vorwissen zu Maria, Mariä Himmelfahrt und konfessionellen Unterschieden sammeln. Anschließend bietet sich eine arbeitsteilige Erschließung einzelner Themenfelder an, etwa Ferragosto als kulturelles Fest, das Dogma von 1950, Tizians Gemälde Assunta, die Rosenkranzfrömmigkeit, die Kritik der Reformation, der Zusammenhang von Frauenbildern und Hexenverfolgung sowie das Magnificat als befreiungstheologischer Gegenentwurf. Methodisch sinnvoll sind Bildanalysen, Quellenarbeit, Zeitleisten, Diskussionsrunden und kreative Schreibaufgaben. Besonders ergiebig ist ein Vergleich zwischen einer dogmatischen Aussage über Maria und der biblischen Darstellung Marias im Lukasevangelium. Dabei können Lernende erkennen, dass religiöse Sprache oft symbolisch, poetisch und erfahrungsbezogen ist und nicht vorschnell als Tatsachenbericht gelesen werden sollte. Wichtig ist eine sensible Gesprächsführung, da Themen wie Missbrauch, Gewalt, Frauenfeindlichkeit und kirchliche Machtstrukturen berührt werden. Der Unterricht sollte daher Raum für kritische Fragen eröffnen, ohne religiöse Praxis pauschal abzuwerten. Ziel ist eine differenzierte Urteilsbildung: Lernende sollen Traditionen verstehen, ihre ästhetische und spirituelle Kraft wahrnehmen, aber auch ihre problematischen Wirkungen reflektieren können. So kann das Medium helfen, Maria nicht nur als entrückte Himmelskönigin, sondern auch als biblische Gestalt der Hoffnung, der Befreiung und der Gerechtigkeit neu zu entdecken.


Fragestellungen zum Audio mit Antworten

Frage 1: Welches Thema steht im Mittelpunkt des Audios?

Im Mittelpunkt steht die Entstehung und Deutung des Glaubens an die Aufnahme Marias mit Leib und Seele in den Himmel. Die Sendung fragt, wie diese Vorstellung entstanden ist und wie sie heute verstanden werden kann.

Frage 2: Welche Bedeutung besitzt der 15. August?

Am 15. August feiert die katholische Kirche die Aufnahme Marias in den Himmel. In Italien fällt das Fest mit Ferragosto zusammen, einem bedeutenden sommerlichen Feiertag, dessen Ursprünge bis in die römische Antike zurückreichen.

Frage 3: Was zeigt Tizians Gemälde „Assunta“?

Das Gemälde zeigt Maria, die von der Erde in den Himmel aufgenommen wird. Unten stehen die Apostel, während Maria nach oben zu Gott emporgehoben wird. Das Bild verleiht einer theologischen Vorstellung eine eindrucksvolle sichtbare Gestalt.

Frage 4: Berichtet die Bibel von der Aufnahme Marias in den Himmel?

Nein. In den biblischen Schriften findet sich kein Bericht über das Ende des irdischen Lebens Marias oder ihre Aufnahme in den Himmel. Die Vorstellung entwickelte sich in der späteren kirchlichen Tradition.

Frage 5: Wann wurde die Aufnahme Marias zum katholischen Dogma erklärt?

Papst Pius XII. verkündete das Dogma am 1. November 1950. Es besagt, dass Maria nach Vollendung ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde.

Frage 6: Was ist ein Dogma?

Ein Dogma ist ein von der Kirche verbindlich formulierter Glaubenssatz. In der katholischen Kirche besitzt ein Dogma eine besondere Autorität und soll von den Gläubigen als geoffenbarte Wahrheit anerkannt werden.

Frage 7: Warum ist die Vorstellung für viele evangelische Menschen problematisch?

Evangelische Theologie betont besonders die Bedeutung der Bibel als Grundlage des Glaubens. Weil die Aufnahme Marias nicht biblisch belegt ist, wird ihre Festlegung als verbindlicher Glaubenssatz vielfach kritisch gesehen.

Frage 8: Was ist die Rosenkranzfrömmigkeit?

Die Rosenkranzfrömmigkeit ist eine katholische Gebetspraxis, bei der festgelegte Gebete wiederholt und Ereignisse aus dem Leben Jesu und Marias betrachtet werden. Eine Gebetskette hilft dabei, die Abfolge der Gebete zu strukturieren.

Frage 9: Warum gewann der Rosenkranz im Spätmittelalter an Bedeutung?

Gesellschaftliche Veränderungen, soziale Unsicherheit und kirchliche Missstände erzeugten bei vielen Menschen Angst. Die wiederholten Gebete vermittelten Orientierung, Sicherheit und die Hoffnung auf göttliche Hilfe.

Frage 10: Weshalb kritisierten Reformatoren die Rosenkranzpraxis?

Sie kritisierten die mechanische Wiederholung von Gebeten und die Verbindung mit dem Ablasswesen. Aus ihrer Sicht konnte der Eindruck entstehen, Menschen könnten sich durch eine bestimmte Anzahl von Gebeten göttliche Gnade verdienen.

Frage 11: Wie wurde der Rosenkranz im konfessionellen Konflikt verwendet?

Er entwickelte sich zu einem sichtbaren Zeichen katholischer Identität und wurde teilweise als religiöse Waffe im Kampf gegen andere Konfessionen und Religionen eingesetzt. Damit wurde eine persönliche Gebetspraxis politisch und militärisch instrumentalisiert.

Frage 12: Welchen Zusammenhang stellt das Audio zwischen Marienverehrung und Hexenverfolgung her?

Die verehrte Maria verkörperte Reinheit, Jungfräulichkeit und Gehorsam. Verfolgte Frauen wurden als ihr negatives Gegenbild dargestellt. Das Audio verweist auf eine kirchliche Tradition, in der weibliche Sexualität abgewertet und mit Gefahr oder Sünde verbunden wurde.

Frage 13: Warum führte die Verehrung Marias nicht automatisch zur Aufwertung aller Frauen?

Maria wurde als unerreichbares Ideal dargestellt. Frauen, die diesem Ideal nicht entsprachen, konnten abgewertet werden. Die besondere Verehrung einer weiblichen Heiligen veränderte daher nicht zwangsläufig die gesellschaftliche Unterordnung von Frauen.

Frage 14: Welche Missbrauchsgeschichte wird in der Sendung angesprochen?

Das Audio berichtet über das römische Kloster Sant’Ambrogio. Dort waren Novizinnen sexualisierter Gewalt und geistlichem Missbrauch ausgesetzt. Religiöse Autorität und Marienverehrung wurden genutzt, um Übergriffe zu rechtfertigen oder zu verschleiern.

Frage 15: Welches alternative Marienbild entwickelt Dorothee Sölle?

Dorothee Sölle versteht Maria nicht nur als demütige und gehorsame Frau. Sie hebt die widerständige Maria des Magnificats hervor, die eine Veränderung ungerechter Machtverhältnisse ankündigt.

Frage 16: Welche Botschaft enthält das Magnificat?

Maria preist Gott, weil er die Erniedrigten aufrichtet, die Mächtigen von ihren Thronen stürzt, Hungernde beschenkt und Reiche leer ausgehen lässt. Das Lied verbindet Glauben mit der Hoffnung auf soziale Gerechtigkeit.

Frage 17: Warum wird Bischöfin Mariann Budde erwähnt?

Sie wird als Beispiel für eine Frau genannt, die aus ihrem Glauben heraus mächtige Menschen zur Verantwortung ruft. Ihre Forderung nach Barmherzigkeit gegenüber bedrohten und ausgegrenzten Menschen erinnert an die widerständige Botschaft des Magnificats.

Frage 18: Wie sollten poetische Aussagen der Bibel verstanden werden?

Sie sollten nicht vorschnell als naturwissenschaftliche oder historische Tatsachenberichte gelesen werden. Poetische Sprache bringt Glaubenserfahrungen, Hoffnungen und Deutungen mithilfe von Bildern zum Ausdruck.

Frage 19: Was kann die Aufnahme Marias in den Himmel symbolisch bedeuten?

Sie kann die Hoffnung ausdrücken, dass der ganze Mensch bei Gott aufgehoben und vollendet wird. Dabei wird auch der Leib als wertvoll anerkannt. Tod und Vergänglichkeit sollen nicht das letzte Wort über das menschliche Leben behalten.

Frage 20: Welche Bedeutung besitzt die Bernwardtür in der Argumentation des Audios?

Auf der Bernwardtür in Hildesheim wird die Himmelfahrt Christi durch Vögel angedeutet, die sich zum Flug erheben. Dieses Bild zeigt, dass Kunst eine religiöse Hoffnung ausdrücken kann, ohne den Vorgang als sachlichen Bericht erklären zu müssen.

Frage 21: Welche zentrale Frage stellt der Titel „Unglaublich?“

Der Titel fragt, ob eine religiöse Vorstellung abgelehnt werden muss, wenn sie nicht wörtlich oder historisch verstanden werden kann. Die Sendung regt dazu an, zwischen Unglaubwürdigkeit und symbolischer Wahrheit zu unterscheiden.

Frage 22: Zu welchem abschließenden Urteil gelangt das Audio?

Religiöse Bilder können bedeutsam bleiben, wenn sie als poetische und spirituelle Sprache verstanden werden. Eine kritische Deutung muss jedoch auch Machtinteressen, Frauenbilder, Gewaltgeschichte und institutionellen Missbrauch berücksichtigen.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.