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Liebeszeller Mission

Liebeszeller Mission

Loslassen

Veröffentlichung:1.1.2022

Die Ausgabe Mission weltweit mit 34 Seiten steht unter dem Leitthema „Loslassen“. Anhand persönlicher Erfahrungsberichte aus Bangladesch, Sambia, Deutschland, Papua Neuguinea, Spanien und Japan wird gezeigt, wie Menschen immer wieder vor die Herausforderung gestellt werden, Vertrautes zurückzulassen und sich auf Neues einzulassen. Die Autorinnen und Autoren berichten von Abschieden, Umzügen, Veränderungen im Berufsleben, dem Loslassen von Aufgaben, Freundschaften, Sicherheiten und Lebensplänen. Dabei wird deutlich, dass Loslassen nicht nur Verlust bedeutet, sondern auch neue Möglichkeiten eröffnen kann. Ergänzt werden die biografischen Berichte durch einen theologischen Sonderbeitrag von Ulrich und Kerstin Wendel, der das Loslassen als wichtigen Bestandteil menschlicher Reifung und geistlichen Wachstums deutet. Die Ausgabe verbindet persönliche Lebensgeschichten mit theologischen Reflexionen über Vertrauen, Veränderung, Berufung, Abschied und Neuanfang.

Die Ausgabe Januar und Februar 2022 der Zeitschrift „Mission weltweit“ widmet sich dem Thema Loslassen. Persönliche Erfahrungsberichte aus Bangladesch, Sambia, Deutschland, Papua Neuguinea, Spanien und Japan erzählen von Abschieden, Ortswechseln, dem Ende beruflicher Aufgaben, dem Ruhestand, dem Verlust nahestehender Menschen und dem Beginn neuer Lebensabschnitte. Die Beiträge zeigen Loslassen als schmerzhaften Vorgang, aber auch als Voraussetzung für Veränderung und persönliche Entwicklung. Zur Sprache kommen die Trennung von Heimat und Familie, das Aufgeben vertrauter Beziehungen, das Weitergeben von Verantwortung, Trauer, Krankheit, Tod sowie das Leben zwischen verschiedenen Kulturen. Der Sonderbeitrag von Ulrich und Kerstin Wendel unterscheidet zwischen Dingen, die Menschen loslassen müssen, und solchen, die sie zum eigenen Wohl oder zum Wohl anderer loslassen sollten. Anhand der Versuchung Jesu in der Wüste und seines Gebets im Garten Gethsemane wird Jesus als Vorbild für freiwilligen Verzicht und vertrauensvolles Loslassen dargestellt. Praktische Anregungen wie Schreiben, Gespräche, Gebet und Abschiedsrituale ergänzen die theologischen Überlegungen. Das Medium betrachtet Loslassen aus einer evangelikalen und missionarischen Perspektive und verbindet persönliche Erfahrungen mit dem Vertrauen darauf, dass Gott Menschen auch in Veränderungen und Abschieden festhält.

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Das Medium eignet sich für den Religionsunterricht in der Sekundarstufe I und in der Sekundarstufe II. Es eröffnet lebensnahe Zugänge zu Abschied, Veränderung, Trauer, Vertrauen, Identität, Beziehung und Hoffnung. Da nahezu alle Menschen Erfahrungen mit Übergängen und Verlusten machen, bietet das Thema zahlreiche Anknüpfungspunkte. Zugleich verlangt es eine sensible Unterrichtsgestaltung. In einer Lerngruppe können Menschen sein, die den Tod eines nahestehenden Menschen, die Trennung der Eltern, einen Umzug, Flucht, Krankheit oder das Ende einer wichtigen Beziehung erlebt haben. Persönliche Erfahrungen dürfen deshalb nicht eingefordert werden. Lernende sollen selbst entscheiden, ob und in welchem Umfang sie etwas aus ihrem Leben mitteilen möchten. Aufgaben können grundsätzlich anhand erfundener Situationen oder anhand der Berichte aus dem Medium bearbeitet werden.

Als Einstieg eignet sich ein Gegenstand, der sinnbildlich für Festhalten und Loslassen steht. Denkbar sind eine geschlossene Hand, ein voller Koffer, eine Schublade oder ein Seil. Die Lernenden beschreiben zunächst, welche Bedeutungen sie mit dem Gegenstand verbinden. Anschließend sammeln sie Situationen, in denen Menschen etwas freiwillig loslassen, und Situationen, in denen sie keine Wahl haben. Die Ergebnisse können den Kategorien freiwilliges Loslassen, notwendiges Loslassen, vorläufiger Abschied und endgültiger Verlust zugeordnet werden. Dadurch entsteht eine erste begriffliche Differenzierung, ohne dass persönliche Erlebnisse offengelegt werden müssen.

Die Erfahrungsberichte können arbeitsteilig erschlossen werden. Kleingruppen untersuchen jeweils einen Text und halten fest, wer etwas loslassen muss, was verloren geht, welche Gefühle beschrieben werden, welche Unterstützung vorhanden ist und welche religiöse Deutung angeboten wird. Bei der Vorstellung der Ergebnisse sollten die Lernenden zwischen dem beschriebenen Ereignis und seiner theologischen Interpretation unterscheiden. Ein Umzug, ein Abschied oder eine Erkrankung ist zunächst ein Ereignis. Die Aussage, dass Gott einen Menschen dadurch auf einen neuen Weg führt, stellt eine bestimmte religiöse Deutung dar. Diese Unterscheidung fördert religiöse Urteilsfähigkeit und ermöglicht es auch Lernenden ohne christliche Überzeugung, sich sachlich an der Auseinandersetzung zu beteiligen.

Der Bericht aus Bangladesch eignet sich für eine Betrachtung des Loslassens über verschiedene Lebensphasen hinweg. Er erzählt vom Wechsel des Berufs, vom Beginn des Missionsdienstes, von häufigen Ortswechseln, von Konflikten, vom Erwachsenwerden der eigenen Kinder und vom bevorstehenden Ruhestand. Die Lernenden können eine Lebenslinie erstellen und die einzelnen Übergänge eintragen. Danach untersuchen sie, welche Formen von Loslassen selbst gewählt wurden und welche durch äußere Umstände entstanden. Kritisch zu betrachten ist die langjährige Unterbringung der Kinder in einer weit entfernten Internatsschule. Die Lernenden können die Perspektiven der Eltern und der Kinder rekonstruieren und nach Chancen, Belastungen sowie möglichen langfristigen Folgen fragen. Die religiöse Berufung der Eltern darf dabei nicht vorschnell als Rechtfertigung aller Entscheidungen verstanden werden.

Der Beitrag aus Sambia stellt Beziehungen in den Mittelpunkt. Er beschreibt, wie häufige Abschiede zu einer Beziehungsmüdigkeit führen können. Aus Angst vor erneutem Schmerz entsteht die Versuchung, sich auf neue Menschen nicht mehr einzulassen. Die Lernenden können untersuchen, wie Selbstschutz einerseits vor Verletzungen bewahrt, andererseits aber Einsamkeit fördern kann. Eine Schreibaufgabe kann darin bestehen, aus der Perspektive einer neu ankommenden Person oder einer zurückbleibenden Person einen inneren Monolog zu verfassen. Dadurch werden Empathie und Perspektivübernahme gefördert. Anschließend können Möglichkeiten gesammelt werden, wie Beziehungen trotz absehbarer Begrenzung wertvoll gestaltet werden können.

Die Berichte aus Deutschland eignen sich für die Themen Heimat, Lebensweg, Verwitwung, Ruhestand und Neuanfang. Der Text über eine Missionarin, die nach mehreren großen Abschieden einen neuen Lebensabschnitt beginnt, kann mit der Frage verbunden werden, was Heimat ausmacht. Lernende können zwischen geografischer, sozialer, emotionaler und religiöser Heimat unterscheiden. Die im Text formulierte Hoffnung auf eine endgültige Heimat bei Gott eröffnet einen Zugang zu christlichen Vorstellungen von Tod und ewigem Leben. Diese Hoffnung sollte mit anderen religiösen und nicht religiösen Vorstellungen vom Umgang mit Vergänglichkeit verglichen werden.

Die Beiträge aus Papua Neuguinea, Spanien und Japan ermöglichen die Auseinandersetzung mit Ortswechseln und kulturellen Übergängen. Die Lernenden können untersuchen, wie Menschen Vertrautes zurücklassen und in einer zunächst fremden Umgebung neue Beziehungen, sprachliche Fähigkeiten und alltägliche Routinen entwickeln. Dabei sollte vermieden werden, Länder und Kulturen als einheitlich oder unveränderlich darzustellen. Die Texte geben persönliche Erfahrungen wieder und stellen keine umfassenden Länderbeschreibungen dar. Ergänzende Stimmen von Menschen aus den jeweiligen Ländern können die Perspektive erweitern.

Der Sonderbeitrag von Ulrich und Kerstin Wendel bietet eine anschauliche begriffliche und theologische Vertiefung. Das Bild der klemmenden Schublade verdeutlicht, dass stärkeres Festhalten eine Blockade verschärfen kann. Die Lernenden können dieses Bild auf erfundene Lebenssituationen übertragen und zugleich seine Grenzen untersuchen. Nicht jedes Problem lässt sich durch einfaches Lockerlassen lösen. Bei Unrecht, Gewalt oder Diskriminierung kann beharrliches Festhalten an Rechten und Überzeugungen notwendig sein. Daher sollte die Aussage, Loslassende seien Gewinnende, nicht als allgemeingültige Regel übernommen werden. Loslassen kann befreiend sein, aber auch mit bleibendem Verlust verbunden bleiben.

Für die biblische Arbeit bieten sich die Erzählung von der Versuchung Jesu nach Matthäus 4 und das Gebet Jesu im Garten Gethsemane nach Matthäus 26 an. Die Lernenden lesen die Texte zunächst unabhängig vom Sonderbeitrag und erschließen Situation, Konflikt und Entscheidung Jesu. Danach vergleichen sie ihre Beobachtungen mit der Deutung des Mediums. Zu fragen ist, worauf Jesus verzichtet, woran er festhält und ob sein Handeln angemessen mit menschlichen Abschiedserfahrungen verglichen werden kann. Auch Markus 8,35 kann einbezogen werden. Die schwierige Aussage über das Verlieren und Retten des Lebens sollte in ihrem Zusammenhang betrachtet und nicht als Aufforderung zur Selbstaufgabe verstanden werden.

Das Medium schlägt Rituale als Hilfe beim Loslassen vor. Diese Anregung kann praktisch aufgenommen werden, ohne persönliche Belastungen öffentlich zu machen. Lernende können in Gruppen ein Abschiedsritual für eine erfundene Situation entwickeln, etwa für einen Schulwechsel, das Ende eines gemeinsamen Projektes oder den Abschied von einem vertrauten Ort. Dabei überlegen sie, welche Bedeutung Worte, Musik, Symbole, Erinnerungsstücke, Stille, Segen und gemeinsames Essen besitzen können. Ein tatsächlich durchgeführtes Ritual sollte freiwillig bleiben und keine Offenlegung persönlicher Erfahrungen verlangen.

Eine kreative Vertiefung kann mit dem Motiv der Wüste, des Gartens und der Schublade arbeiten. Die Lernenden wählen eines der Bilder und gestalten dazu einen kurzen Text, eine Collage oder eine Symbolkarte. Die Wüste kann für Leere, Versuchung und Neuorientierung stehen, der Garten für Entscheidung, Angst und Hoffnung, die Schublade für Festhalten und Blockade. In einer anschließenden Betrachtung erklären die Lernenden, welche Bedeutung das gewählte Symbol im Zusammenhang mit Loslassen besitzt.

Für die ethische Urteilsbildung sollten Fälle verwendet werden, bei denen die Bewertung des Loslassens nicht eindeutig ist. Eine Person hält trotz ständiger Überforderung an einer Aufgabe fest. Eltern greifen stark in das Leben eines erwachsenen Kindes ein. Eine verletzte Person wird zur Versöhnung gedrängt. Eine Gemeinde beendet ein nicht mehr tragfähiges Projekt. Die Lernenden entwickeln Handlungsmöglichkeiten und prüfen mögliche Folgen. Dabei ist besonders wichtig, Vergebung nicht mit Vergessen, Versöhnung oder dem Verzicht auf Schutz gleichzusetzen. Menschen dürfen sich von schädlichen Beziehungen lösen, ohne zur Wiederaufnahme eines Kontaktes verpflichtet zu sein.

Psychologische Gesichtspunkte können die religiöse Perspektive ergänzen. Trauer, Trennungsschmerz und Unsicherheit sind normale Reaktionen auf Verlust. Loslassen geschieht meist nicht durch eine einmalige Entscheidung, sondern als längerer Prozess. Gespräche, soziale Unterstützung, Erinnerungsarbeit, Selbstfürsorge und professionelle Beratung können hilfreich sein. Religiöse Praktiken wie Gebet, Segen und Klage können Kraft geben, ersetzen bei schweren Belastungen aber nicht grundsätzlich eine fachliche Begleitung. Diese Unterscheidung schützt davor, anhaltende Trauer oder Schwierigkeiten beim Loslassen als mangelndes Gottvertrauen zu bewerten.

Auch die Perspektivität des Mediums sollte Gegenstand des Unterrichts sein. Die Lernenden untersuchen, wie persönliche Geschichten, emotionale Bilder, Bibelzitate, Buchtipps, Spendeninformationen und Berichte über die Mission miteinander verbunden werden. Sie fragen, welche Zielgruppe angesprochen wird und welche Wirkung die Darstellung erzeugen soll. Ebenso kann untersucht werden, wer selbst zu Wort kommt und über wen gesprochen wird. Ergänzende Perspektiven aus den dargestellten Ländern ermöglichen eine kritische Auseinandersetzung mit Mission, kulturellem Austausch, Macht und Selbstbestimmung.

Als Abschluss können die Lernenden einen reflektierenden Text zu der Frage verfassen, was Menschen loslassen und woran sie festhalten sollten. Eine weitere Möglichkeit ist die Entwicklung eines Leitfadens für einen verantwortlichen Umgang mit Abschied und Veränderung. Darin können Gefühle, Beziehungen, Rituale, Beratung, Zeit, Hoffnung und persönliche Grenzen berücksichtigt werden. Bewertet werden die sachgerechte Erschließung des Mediums, die Fähigkeit zur Perspektivübernahme, die theologische Reflexion, die Sensibilität gegenüber Verlusterfahrungen und die Qualität des begründeten Urteils. Die persönliche Glaubensüberzeugung der Lernenden darf kein Bewertungskriterium darstellen.


Für den Religionsunterricht bietet das Medium vielfältige Möglichkeiten, zentrale Lebensfragen der Lernenden aufzugreifen. Das Thema Loslassen gehört zu den grundlegenden Erfahrungen menschlichen Lebens und begegnet bereits im Alltag von Kindern und Jugendlichen, etwa beim Schulwechsel, bei Veränderungen von Freundschaften, beim Erwachsenwerden oder bei familiären Umbrüchen. Die biografischen Berichte ermöglichen einen lebensweltlichen Zugang und fördern die Fähigkeit zur Perspektivübernahme. Lernende können die verschiedenen Erfahrungen des Loslassens analysieren und herausarbeiten, welche Gefühle, Herausforderungen und Chancen damit verbunden sind. Besonders geeignet sind Methoden wie Gruppenpuzzle, Rolleninterviews, Standbilder, biografisches Schreiben oder die Erstellung von Lebenslinien. Die Texte aus Bangladesch und Papua Neuguinea ermöglichen eine Auseinandersetzung mit kulturellen und familiären Veränderungen. Der Beitrag aus Sambia eröffnet Gespräche über Freundschaft, Beziehungen und Abschied. Die Erfahrungen aus Spanien und Deutschland eignen sich für die Reflexion über Gemeinde, Verantwortung und Übergänge im Leben. Der japanische Beitrag ermöglicht eine persönliche Auseinandersetzung mit Verlust, Unsicherheit und Neuanfang. Die zahlreichen Fotografien können als Gesprächsimpulse, Bildanalysen oder Schreibanlässe genutzt werden. Der theologische Sonderbeitrag bietet insbesondere für die Sekundarstufe II die Möglichkeit, Loslassen als spirituelle Kompetenz zu diskutieren und mit biblischen Erfahrungen von Abraham, Mose, Rut, Paulus oder den Jüngerberufungen Jesu zu verbinden. Dadurch werden existenzielle Erfahrungen der Lernenden mit theologischen Deutungsmustern verknüpft und reflektiert.

Beitrag „Eine Herausforderung fürs ganze Leben“ (Bangladesch)

Die Lernenden beschäftigen sich mit unterschiedlichen Formen des Loslassens innerhalb einer Familie. Themen sind Abschied, Berufung, Auslandsaufenthalte, Internatserfahrungen, Alter und Krankheit. Die Lernenden erstellen Lebenslinien der Familie Kestner und markieren Situationen des Loslassens. Anschließend reflektieren sie, welche Rolle Vertrauen und Glaube dabei spielen.

Familienfotos der Familie Kestner

Die Fotos ermöglichen biografisches Lernen. Die Lernenden vergleichen verschiedene Lebensphasen und diskutieren, wie sich Menschen und Beziehungen im Laufe des Lebens verändern.

Beitrag „Wenn ein Beziehungsmensch loslassen muss“ (Sambia)

Die Lernenden setzen sich mit Freundschaft, Beziehungen und Abschied auseinander. Sie analysieren die Erfahrungen von Katja Bachmann und diskutieren, warum Beziehungen sowohl bereichernd als auch schmerzhaft sein können. In Partnerarbeit können Rollengespräche über Abschiedssituationen entwickelt werden.

Fotos der Amano Schule und des gemeinsamen Essens

Die Bilder verdeutlichen Gemeinschaft und Beziehungspflege. Die Lernenden beschreiben die Szenen und überlegen, welche Bedeutung Gemeinschaft für persönliches Wachstum und Glauben haben kann.

Beitrag „Auf neuen Wegen Gott erleben“ (Deutschland)

Die Lebensgeschichte von Elisabeth Walter Fischer ermöglicht die Auseinandersetzung mit Berufung, Ortswechseln, Trauer und Neuanfängen. Die Lernenden analysieren Wendepunkte ihres Lebens und vergleichen diese mit biblischen Berufungsgeschichten.

Fotos aus Papua Neuguinea und Neubrandenburg

Die Bilder unterstützen die Beschäftigung mit unterschiedlichen Lebenswelten und ermöglichen Gespräche über Heimat, Fremde und kulturelle Veränderungen.

Beitrag „Auf zu neuen Ufern“ (Papua Neuguinea)

Die Lernenden untersuchen die Erfahrungen einer Familie, die mehrfach umzieht und Vertrautes hinter sich lässt. Sie reflektieren die Bedeutung von Heimat, Familie und Identität. Methodisch eignet sich die Erstellung einer Gefühlskurve zu den verschiedenen Abschieds und Neuanfangssituationen.

Familienfoto der Familie Masquiren

Das Foto dient als Gesprächsanlass über Familie als Ort von Sicherheit und Orientierung. Die Lernenden überlegen, was Menschen Halt gibt, wenn äußere Sicherheiten verloren gehen.

Beitrag „Scheiden tut weh“ (Spanien)

Die Lernenden analysieren die biblische Geschichte von Lazarus und deren Übertragung auf Gemeindeaufbau und Abschied. Sie untersuchen die drei Aufforderungen Jesu und diskutieren deren Bedeutung für persönliche Entwicklungsprozesse. Der Text eignet sich besonders für die Verbindung von Bibelarbeit und Lebensweltbezug.

Fotos von Kinderstunde, Gemeindefesten und Abschiedsfeier

Die Bilder zeigen gelebte Gemeinschaft. Die Lernenden beschreiben die Szenen und diskutieren, weshalb Abschied innerhalb von Gemeinschaften besonders schwerfallen kann.

Beitrag „Immer wieder neu buchstabieren“ (Japan)

Die Lernenden setzen sich mit alltäglichen Formen des Loslassens auseinander. Die Autorin beschreibt das Loslassen von Besitz, Aufgaben, Menschen und Zukunftsplänen. Die Lernenden verfassen eigene Texte unter der Überschrift „Loslassen buchstabieren“ und reflektieren persönliche Erfahrungen.

Fotos von Umzug, Gemeinde und Kindern in Japan

Die Bilder verdeutlichen Veränderungen und Neubeginn. Sie eignen sich für Bildbeschreibungen und kreative Schreibaufgaben zum Thema Abschied und Hoffnung.

Beitrag „Loslassen und weiterziehen“ (Deutschland)

Die Lernenden analysieren die Geschichte von Gemeindegründung und Abschied nach vielen Jahren erfolgreicher Arbeit. Dabei reflektieren sie die Frage, wann Menschen Verantwortung abgeben und anderen Raum geben müssen. Der Text eignet sich für Diskussionen über Führung, Verantwortung und Generationswechsel.

Fotos aus Schwerin und Bad Doberan

Die Bilder ermöglichen Einblicke in christliche Gemeindearbeit in Ostdeutschland. Die Lernenden untersuchen, welche Formen von Kirche und Mission in säkularen Kontexten sichtbar werden.

Sonderbeitrag „Die Wüste, der Garten und die Schublade. Von der Lebenskunst des Loslassens“ von Ulrich und Kerstin Wendel

Der Beitrag eignet sich besonders für die Oberstufe. Die Lernenden erschließen verschiedene Dimensionen des Loslassens und setzen sich mit spirituellen, psychologischen und theologischen Perspektiven auseinander. Der Text kann mit biblischen Geschichten von Abraham, Mose, Rut oder den Jüngerberufungen verglichen werden.

Buchtipps zum Thema Loslassen

Die Materialien dienen der individuellen Vertiefung, für Referate oder projektorientiertes Arbeiten. Die Lernenden recherchieren weitere Perspektiven auf Abschied, Veränderung und Neuanfang.

Predigten, Vorträge und Medienhinweise

Diese Materialien können zur Vorbereitung von Präsentationen, Diskussionsrunden oder theologischen Vertiefungen genutzt werden. Die Lernenden erschließen unterschiedliche Zugänge zum Thema Loslassen.

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